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Ankunft in Ho-Chi-Minh-City, Probleme mit der Einreise - Visa on Arrival!


Hallo ihr Lieben,


wir melden uns wieder, diesmal aber nicht mehr von den Malediven, sondern aus Ho Chi Minh City. Weißt du wo das liegt? Ja, inVietnam,das verrät natürlich auch schon die Überschrift unseres heutigen Beitrags. Wir möchten dir heute von unserer Abreise auf den Malediven, dem Flug und der Ankunft in Vietnam erzählen. Vorab: Es klingt erstmal unspektakulärer als es wirklich war.


Wie du weißt gingen am 04. Oktober 2018 unsere Flitterwochen auf den Malediven zu Ende. Den Flug haben wir über AirAsia gebucht. Hast du gewusst, dass ganz viele Unternehmen in Asien mittlerweile zur Transaktion mit Kreditkarten ein spezielles Verfahren nutzen? Das Verfahren nennt sich "verified by visa" - um den Kreditkartenbesitzer und das Unternehmen vor unautorisierten Transaktionen zu schützen.


Wir haben die Malediven mit einem lachenden, aber auch weinenden Auge verlassen. Zwei Wochen vergingen wie immer wie im Fluge. Es fühlte sich an wie Urlaub, also gewöhnlicher Urlaub. Aber dieser Urlaub war für uns natürlich nicht gewöhnlich, schließlich handelte es sich um unsere Flitterwochen aber vor allem wussten wir, dass der „Urlaub“ nach diesen zwei Wochen nicht vorbei sein wird. Die Worte wie „Oh schon wieder geht’s Heim“ fielen dem her nicht, sehr ungewöhnlich, denn dieser Satz gehörte in der Vergangenheit schon fast zur Routine.

Wir sind einfach unendlich dankbar für die Zeit und werden sie für immer in Erinnerung halten!



Am Tag des Abflugs regnete es. Es war sogar Zeitlang unsicher, ob wir mit dem Wasserflugzeug abgeholt werden konnten. Doch es klappte alles nach Plan und wir kamen pünktlich in Malé am Flughafen an. Hier holten wir unseren Likör wieder ab und checkten ein.

14 Stunden waren wir dann unterwegs, mit 6 stündigen Zwischenstopp in Bangkok.


Als die Räder des Flugzeugs vietnamesischen Boden berührten und wir zum Stehen kamen kam sofort Unruhe im Flieger auf. Kennst du die Situation? Die Leute holen ihr Handy raus, kramen ihre Sachen zusammen und die ganz Ungeduldigen stellen sich bereits in den Gang? Wir empfinden das wirklich für total schrecklich, aber das hat man überall auf der Welt..

Wir stattdessen schauten erstmal eine ganze Weile aus dem Fenster und uns wurde so richtig bewusst, dass wir alles aufgegeben haben. Wir haben alles zurückgelassen, um Neues aufzusaugen. Vietnam ist für uns der erste wirkliche Stopp unserer Weltreise, der Anfang unseres größten Abenteuers.


Wir hatten um ehrlich zu sein zu dem Zeitpunkt einen richtigen Kulturschock. Aber wen wundert das? Wir haben davor zwei Wochen auf einer sehr ruhigen Insel verbracht und lebten für uns. Plötzlich ist alles so groß und belebt.


Im Flughafen an der Passkontrolle angekommen standen wir dann vor einem Problem. Der Beamte wollte uns keinen Zutritt in das Land gewähren. Natürlich hatten wir uns im Vorfeld belesen und wussten, dass wir mit einem deutschen Reisepass ein visa on arrival für 15 Tage ausgestellt bekommen.



Auf genauere Nachfrage warum er uns keine 15 Tage geben kann oder wollte, erklärte er uns, dass wir ein Ausreiseticket brauchen – da wir keins haben kommen wir nicht rein, das wäre so vorgegeben. In dem Moment klang das für uns einleuchtend und wir ärgerten uns über uns.


Wir konnten aber in dem Moment auch nicht wahllos einen Flug oder Bus buchen, da wir nicht wussten wie genau unsere Reiseroute aussehen würde und welche Stadt unser letztes Ziel sein wird. Wir hatten zwar Hanoi im Kopf, aber das war uns zu unsicher. Der Beamte blieb stur und brachte keinerlei Verständnis entgegen. Wir dachten wirklich wir könnten grad wieder ausreisen ohne Vietnam gesehen zu haben.


Auf einmal fragte er uns, ob wir Bargeld dabeihaben. Wir beantworteten die Frage mit „ja, Dollar“. Mit Dollar konnte er offenbar nichts anfangen und bat uns Geld in die einheimische Währung – Vietnamesische Dong wechseln zu lassen.



Am Flughafen ist der Wechselkurs natürlich total schlecht. Aber was blieb uns in dem Moment anderes übrig. Wir wechselten 20 Dollar und teilten diese in 3 Häufchen auf, bevor wir zurück zu dem Beamten gingen, da uns bewusst war, was er vorhatte. Du kannst es dir sicherlich auch denken oder?

Wir haben im Vorfeld schon viel von negativen Polizeigeschichten und Schmiergeld gehört, aber dass es uns gleich am Flughafen trifft war sehr überraschend.


Zurück am Schalter wollte er das gewechselte Geld sehen und wir gaben ihm den Stapel, den wir in der Hand hielten: 160.000 VND, also umgerechnet 7 Dollar. Er fragte, ob das alles ist und wir schauten uns an und sagten ja, wir hätten nicht mehr dabei zum Wechseln. Eigentlich waren wir überrascht, dass er nicht weiterfragte oder von uns verlangte, Geld abzuheben. Aber klar, 7 Dollar sind für die Einheimischen hier viel Geld. Wahrscheinlich wäre er auch mit weniger zufrieden gewesen.

Naja, der Ärger saß tief, aber wir waren zudem natürlich froh doch noch einreisen zu dürfen und die 7 Dollar sind nicht viel Geld, aber eben zu viel dafür, dass man 15 Tage eigentlich umsonst bekommt.


Wir wollten nur noch schnell unser Gepäck holen und in unsere Unterkunft fahren. Doch unsere Rucksäcke zu finden war gar nicht so einfach. Es gab zwar Monitore, die verschiedene Gepäckbänder und Ankünfte anzeigten, doch unsere Flugnummer war nirgends gelistet. Die meisten Gepäckbänder liefen, es waren aber nur noch vereinzelte Koffer darauf zu finden. Egal an welches Gepäckband wir kamen stand eine andere Flugnummer. Anscheinend hatten wir so viel Zeit „verschwendet“, dass unser Gepäck schon längst weg war. Wir dachten wirklich kurz, dass es jemand mitgenommen hat.


Doch auf einmal fiel uns der orangene Regenschutz von einem unserer Rucksäcke ins Auge. Wir fühlten beide pure Erleichterung. Einsam und verlassen standen die Rucksäcke in der riesigen Gepäckhalle rum. Rückblickend merken wir, wenn wir über die Erfahrung schreiben, dass wir in dem Moment mit Vorurteilen zu kämpfen hatten, wegen der schlechten Erfahrung mit dem Beamten. „Schubladendenken“ macht wirklich keinen Sinn! Es war eben ein dummer Vorfall, was nicht heißt, dass man rundum immer und überall verarscht oder abgezockt wird. Die schlechten Erfahrungen kann man auch Zuhause machen.


Jetzt hieß es für uns nur noch Bargeld abheben, vietnamesische SIM-Karte besorgen und ein Taxi oder GrabCar, dass uns in unsere Unterkunft bringt zu finden.



Bargeld holen hat ohne Probleme funktioniert, SIM Karten gab es an der Ausgangshalle wie Sand am Meer, jeder rief und hatte die angeblich besten Angebote. Es war schwer sich für einen Anbieter zu entscheiden, da auch die Preise soweit gleich waren. Wir haben uns dann für eine Unlimited SIM-Karte entschieden, die 20 Tage gültig ist. Uns wurde versichert, dass unlimited wirklich unbegrenzt bedeutet. Gekostet hat uns die SIM-Karte umgerechnet 8 Euro. Wirklich günstig!


Einen Tag später erfuhren wir dann per SMS, dass wir jeden Tag nur 2 GB Datenvolumen verbrauchen können. Diese 2 GB sind schnell aufgebraucht, da wir uns die Karte mit HotSpot teilen. Hätten wir das gewusst hätten wir vermutlich 2 Karten genommen. Da es bisher in jedem Restaurant oder Hotel gut funktionierendes WLAN gibt, ist es aber nur halb so schlimm. Dennoch fiel es uns echt schwer den Vietnamesen zu vertrauen. Wir hatten einen wirklich blöden Start in dem Land.



Wir bestellten uns ein Grab Car, welches uns zu unserer Unterkunft fuhr. Natürlich hatten wir etwas Wartezeit bis der Fahrer kam. In dieser Zeit wurden wir gefühlt von 10 Taxifahrern angesprochen, ob wir ein Taxi bräuchten. Ein bisschen nervig war das schon, aber so ist das hier eben. Wahrscheinlich wären wir genauso aufdringlich, wenn wir um jeden Cent kämpfen müssten. Die Fahrt mit dem Grab Car war natürlich billiger wie eine Taxifahrt. Die Taxen wollten 15 Euro, mit dem Grab Car haben wir 4 Euro inklusive der Flughafengebühr bezahlt.


Für die ersten Nächte buchten wir ein Zimmer direkt in Ho Chi Minh City. Wie es uns in Ho Chi Minh gefallen hat und welche Erfahrungen wir hier gemacht haben erfahrt ihr im nächsten Beitrag.


Die Schönheit der Natur und Vielfalt der Kulturen in Vietnam sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass Vietnam nicht nur einen positiven Ruf hat: In Vietnam gibt es zahlreiche Abzockereien! Vietnamesen sind im Vergleich zu Europäern natürlich wirklich sehr arm. Manche haben ein Monatseinkommen von 40 Euro. Sich allerdings über irgendwelche (vermeintliche) Betrugsversuche aufzuregen lohnt sich nicht. Auch in jedem und Allem das Schlechte und Böse zu sehen ist die falsche Einstellung. Man macht eben seine Erfahrungen und nur so kann man aus seinen „Fehlern“ lernen und es beim nächsten Mal besser machen und wissen.


Was wir dir damit sagen wollen ist, dass ihr diesen Eintrag lediglich als unsere Erfahrung ansehen sollt und natürlich etwas vorgewarnt sein dürft, allerdings wollen wir nicht, dass ihr, wenn ihr mal nach Vietnam reist mit der Einstellung kommt „Hier werden wir eh nur verarscht“. Gebt dem Land und den Menschen eine Chance. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen! Wir haben viele getroffen, die ebenfalls kein Ausreiseticket hatten und keine Probleme hatten. Eigentlich verrückt wie unterschiedlich die Berichte sind oder?



Warst du schonmal in Vietnam? Vielleicht hast du auch schon so was Ähnliches erlebt wie wir – sogar in einem anderen Land? Lass uns unten doch gern ein Kommentar da. Wir freuen uns auf deine Geschichte.




Bis zum nächsten Mal,


Sabrina & Marc


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Hallo Ihr!

Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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