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Fraser Island mit dem eigenen Auto - Ja oder Nein. Gibt es Alternativen?


Fraser ist ein Muss! Für uns war Fraser Island eines der bisher schönsten Erlebnisse in Australien!



Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt! Soweit so gut, das absolute Highlight: Die Insel ist mit dem Auto befahrbar! Ist das nicht der absolute Wahnsinn?


Allerdings gibt es einen kleinen Haken. Der Boden auf Fraser Island besteht tatsächlich ausschließlich aus Sand, das bedeutet: Das Befahren der Insel ist nur mit einem Allradauto möglich.


Das bedeutet aber natürlich nicht, dass all diejenigen, die kein Allradauto besitzen Fraser Island nicht besuchen können. Ganz im Gegenteil: Es gibt die Möglichkeit, die Insel gemeinsam mit einer Reisegruppe per Bus oder gebuchter Tour zu erkunden, oder einen Jeep zu mieten.


Wenn du ein Allradauto von irgendwo in Australien für einen gewissen Zeitraum gemietet hast, musst du mit der Autovermietungsfirma, bevor du nach Fraser Island fährst, abklären, ob das erlaubt ist.


Tatsächlich schließen nämlich viele Firmen eine Überfahrt auf Fraser Island aus, ganz einfach aus versicherungstechnischen Gründen und weil das Fahren auf Fraser Island natürlich nicht ganz ohne ist.


Wir haben uns gegen eine geführte Tour entschieden, da wir spontan unterwegs sein wollten und haben es gewagt die Insel mit unserem eigenen Auto zu erkunden - auch wenn viele davon abraten - und wir müssen sagen: Wir haben es genossen! 6 Tage Fraser Island und wir hatten immer noch nicht die Schnauze voll. Kannst du dir das vorstellen?



Du würdest auch gerne von diesem Erlebnis berichten können, bist aber noch etwas skeptisch, ob du es tatsächlich wagen sollst? Dann bist du hier genau richtig!! Lass dich von uns inspirieren und stürze dich vorbereitet in das Abenteuer SAND!


Wenn du in Australien bist, genauer gesagt an der Ostküste bist, dann lass dir Fraser Island keinesfalls entgehen!



In diesem Beitrag erklären wir dir, wie du dich perfekt auf Fraser Island mit deinem eigenen 4WD Auto vorbereitest - dann sollte so gut wie nichts mehr schief gehen und wir garantieren dir, du wirst eine tolle Zeit mit sehr vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen haben.


Am besten fangen wir ganz von vorne an - Schritt für Schritt:


Das passende Auto und der richtige Reifendruck:


Du hast dir ein eigenes Auto mit 4WD gekauft? Super! Wenn mit dem Fahrzeug alles in Ordnung ist, dann steht Fraser Island nichts mehr im Wege.


Zum Vorteil ist es natürlich, wenn du noch genügend Profil auf deinen Reifen hast. Bevor du auf die Insel fährst, musst du unbedingt Luft aus den Reifen lassen, das kannst du ganz einfach an der letzten Tankstelle, oder du hast wie wir einen eigenen Reifendruckprüfer, mit dem es möglich ist, Luft abzulassen.


Die meisten Reifen haben 40-45 PSI. Auf Sand wird geraten den Reifendruck auf 18 bis 20 PSI herabzulassen. Wichtig: Sobald du Fraser Island wieder verlässt, solltest du an der nächsten Tankstelle wieder Luft reinlassen, oder einen mobilen Kompressor dabei haben.



Ja, auch wir haben uns das gefragt. Der Grund ist ganz einfach: Das Fahren auf Sand unterscheidet sich einfach total vom Fahren auf einer normal asphaltierten Straße. Man kommt total leicht aus der Spur und der Sand gibt nach. Ein Reifen mit weniger Druck hilft, dem Auto besser auf dem Sand zu liegen, du gewinnst damit also mehr an Traktion.


Ansonsten gelten am Strand die selben Regeln wie auch im ganz normalen Straßenverkehr. Das heißt, auch am Strand wird links gefahren, die Geschwindigkeit muss eingehalten werden und es muss sich auch angeschnallt werden. Auf Inlandstraßen liegt die Geschwindigkeitsbegrenzung bei 35 km/h und am Seventy-Five Mile Beach bei 80 km/h.



Damit solltest du bestenfalls ausgestattet sein:


All die Dinge, die wir jetzt aufzählen, sind kein Muss und wahrscheinlich auch eher Geldverschwendung, wenn du sie nur für Fraser Island besorgst. Praktisch sind sie aber auf jeden Fall!

Das Thema „Stecken bleiben“ spielt für viele eine große Rolle. Fakt ist: Es kann jedem passieren, da kann man noch so erfahren sein und bestens ausgestattet sein. Im Sand stecken zu bleiben ist auch nicht weiter schlimm. Vor allem die Australier reagieren darauf sehr gelassen, ganz nach dem Motto „No Worries“.


Zum Vorteil ist es natürlich, wenn man Dinge im Auto dabei hat, die hilfreich sind, sich „selbst zu befreien“ Klingt komisch, wir finden gerade aber kein anderes Wort - ihr wisst bestimmt was wir meinen oder??


Fraser Island erstreckt sich über 120 Kilometer, das bedeutet, es kommt dir nicht alle paar Minuten ein Auto entgegen, das heißt, wenn du dich mit den Rädern festgefahren hast, kann es sein, dass es dauert, bis dir jemand helfen kann. Hilfe bekommst du, keine Frage, die Australier sind so lieb, erfahren und haben allerhand Ausrüstung dabei. Doch wie gesagt, es kann dauern! Und wenn dir das ziemlich nah am Ufer passiert kann es aufgrund der Flut ziemlich gefährlich werden.


Wenn du dich aber nicht auf andere verlassen willst, ist es ratsam zumindest ein Abschleppseil und Revoceryboards dabei zu haben.


Eine wirkliche Übersetzung ins Deutsche gibt es glaub ich gar nicht. Nennen wir es einfach mal „Fahrzeugrückgewinnungsplatten“. Sind wir nicht einfallsreich? Die Anwendung ist ganz einfach: Man legt diese Platten, die auf der Oberfläche viele „Zähne“ besitzen, unter die Räder, sodass sie die Transaktion vom Reifen erhöhen. An den Enden ist außerdem eine Schaufel integriert, welche natürlich auch sehr hilfreich sein kann.



Sprit:

Sprit ist auf Fraser Island teuer!


Es ist deshalb ratsam, bevor es auf Fraser Island geht, komplett vollzutanken. Am besten ist es natürlich, wenn du Platz für einen, oder zwei Kanister hast, sodass du genug Reserve dabei hast.

Wozu das ganze? Schließlich ist die Insel nur 120 km lang und man kommt in der Regel mit einer Tankfüllung ca. 500 km weit. Ja, das stimmt - Aber: Auf Sand und allgemein weichem Untergrund, der nachgibt, ist der Spritverbrauch weitaus höher! Das Auto benötigt viel mehr Kraft und Drehmoment. Von daher kann es durchaus sein, je nach Bedingung, dass man mit einer Tankfüllung nur um die 200 km weit kommt.


Wir haben den Fehler gemacht und hatten keine Kanister dabei, das mussten wir „teuer bezahlen“. Ein Liter Sprit kostet auf der Insel tatsächlich 2,20 bis 2,30 AUD. Gut, Umgerechnet sind das trotzdem nur 1,38 Euro, aber in der Regel kostet in Australien zur Zeit um die 1,29 AUD und das sind nur 0,91 Cent. Der Unterschied ist also schon gewaltig.



Permits beantragen:

Um die Insel selbstständig mit dem eigenen 4Wd oder Mietwagen zu befahren und auf der Insel Campern zu dürfen, brauchst du eine Genehmigung.


Die Genehmigungen kannst du ganz einfach im Internet beantragen:

Die Permit Genehmigung findest du hier.



Diese Preit ist im Prinzip eine KFZ-Zugangserlaubnis, um in einem Nationalpark in Queensland überhaupt zum fahren berechtigt zu sein. Voraussetzung für eine erfolgreiche Beantragung dieser Preit ist es natürlich, dass das Fahrzeug registriert sein muss.


Sobald du die Permit beantragt und bezahlt hast, muss die Erlaubnis an die Fahrzeugscheibe geklebt werden. Den Sticker dafür, auf den wir die Daten übertragen haben, und anschließend ins Auto geklebt haben, haben wir am Rainbow Beach Schalter abgeholt. Sicher gibt es da aber auch eine andere Möglichkeit für.


Die Permit ist gültig für einen Monat und kostet derzeit 51,60 AUD.


Wenn du die Permit nicht online beantragen willst, geht das auch über verschiedene Camping and Vehicle Access Permit Booking Offices.



Und, wenn du vorhast in einer Zone, d.h. direkt am Strand, außerhalb eines Campingplatzes zu schlafen, brauchst du auch hierfür eine Genehmigung.


Das Campen in einem Nationalpark in Queensland beträgt pro Nacht 6,55 AUD pro Person.

Was du bedenken musst: Du wirst kaum bis gar kein Internet auf Fraser Island haben, das heißt du solltest bevor du Fraser Island bereist einen groben Plan haben, wann du an welchem Tag in welcher Zone schlafen möchtest.



Damit du das mit der Zone besser verstehst haben wir hier eine Karte von Fraser Island. Pro Zone gibt es meistens 2, bis 3 „Campsites“. Du musst dich also nicht speziell für eine Campsite entscheiden, musst dich aber auf eine Zone festlegen.


Hier kannst du die Zonen buchen.


Auch hier gilt, wenn du nicht online buchen möchtest, geht das auch im River Heads Barge Office, an der Rezeption des Kingfisher Bay Resorts sowie in den Büros des Queensland National Parks und Wildlife Service, einschließlich Brisbane, Hervey Bay, Maryborough, Bundaberg und Rainbow Beach.


Bevor das jedoch möglich ist, musst du einen kostenlosen Account erstellen.



Fährenticket:

Ein Return Ticket nach Fraser Island, das heißt Hin-und Rückfahrt kostet bei Manta Ray, vom Inskip Point am Rainbow Beach aus 120 Dollar. Das bedeutet, du startest am Rainbow Beach und kommst auch wieder zurück an den Rainbow Beach.



Der Preis gilt für alle Fahrzeugpassagiere inklusive Auto. Es wird also pro Person nicht teurer.

Generell gibt es zwei Standorte, von denen aus die Fähren nach Fraser Island - und zurück fahren. Man muss sich davor nicht anmelden. Man fährt einfach hin und drauf! Feste Abfahrtzeiten gibt es nicht,

Wenn du nur Oneway buchst kostet die einfache Fahrt bei Manta Ray 75 AUD.


Manta Ray kommt ganz unten an der südlichen Spitze von Fraser Island am sogenannten Hook Point an, das bedeutet, die Überfahrt dauert nur etwa 10 Minuten.


Neben Manta Ray gibt es noch zwei andere Fähren, nämlich die „Venture Barge“ und die Kingfisher Ferry. Beide haben die längere Uberfahrt, das liegt daran, dass sie erstens wo anders abfahren, nämlich am River Heads und auch auf Fraser wo anders anlegen nämlich im Westen der Insel.



Tide Times:

Ja, die Zeit auf Fraser Island ist durchaus ein wenig durch die Tide Times bestimmt. Was bedeutet das für dich? Du solltest dich auf jeden Fall über die Zeiten von Flut und Ebbe informieren. Die Zeiten kann man ganz einfach nachgooglen oder aber ihr holt euch ein Prospekt in dem alles ganz genau Tag für Tag, Monat für Monat aufgelistet ist.


Empfohlen wird: jeweils einen 2 Stündigen Bogen um die Flut zu machen, also 2 Stunden vor und nach der Flut solltest du vermeiden, am Strand zu fahren.


Das Wasser kann an manchen Stellen tatsachlich ziemlich weit rauskommen, sodass der Strand nur noch minimal existiert und dementsprechend kaum, bzw. unter sehr krassen Bedingungen befahrbar ist. Natürlich aber muss das jeder selbst entscheiden! Das Risiko stecken zu bleiben, oder aber auch von der Flut erwischt zu werden ist sehr hoch! Und ja, das kann schneller passieren als man denkt.

Um das zu vermeiden solltest du dich also mit deinem Tagesprogramm nach den Zeiten richten, oder wenn du es dir zutraust mehr durchs Inland fahren.



Diese Tipps können wir euch außerdem noch mit auf den Weg geben:

- Du solltest Salzwasser meiden, dein Auto ist dankbar, auch wenn es Spaß macht durch zufahren


- Am besten ist es, wenn ihr mit zwei Autos unterwegs seid Jede Situation ist individuell, die Bedingungen variieren tagtäglich und jeder hat andere Voraussetzungen, sei es aufgrund des Autos oder der eigenen Erfahrung Regen kann je nach Fahrzeugtyp für bessere oder schlechtere Fahrbedingungen sorgen


- Du darfst dich auf keinen Fall selbst überschätzen

- Stecken bleiben ist keine Schande! Das passiert auch Bussen oder Touren! Wenn du noch keine Erfahrung hast, auf Sand zu fahren, dann raten wir dir, im Vorfeld etwas zu üben, der Rainbow Beach bietet sich dafür perfekt an!


- Du solltest ausreichend Essen und Trinken dabei haben (auf Fraser Island sind natürlich auch die Lebensmittel teurer)


- Ersatzteile fürs Auto können zum Vorteil sein, wenn etwas kaputt geht, wie z.B. eine Schlauchschelle, das Glück hatten nämlich wir


- Ein Ersatzrad solltest du immer dabei haben und im besten Fall einen Wagenheber - man sollte einfach auf so gut wie alles vorbereitet sein, ansonsten kann es teuer werden

- Und zum Schluss, ganz wichtig: Vergesse nie auf 4WD umzustellen!




Hast du gewusst, dass es auch möglich ist, die Insel als Fußgänger zu erkunden? Ja! Wirklich! Es gibt sogar extra Campsites und Wanderwege für die Fußgänger.


Wer sich für eine geführte Tour entscheidet, braucht sich natürlich um all diese Dinge nicht zu kümmern, denn bei den Touren ist alles inklusive und alles ist vollkommen durch organisiert.





Für uns ist ganz klar: Wir würden uns jederzeit wieder für die Erkundungstour mit dem eigenen Auto entscheiden. Fakt ist: Ganz ungefährlich ist es nicht! Aber wenn man sich an die Regeln hält kann in der Regel nichts passieren. Eine Garantie gibt es natürlich nicht.


Eine geführte Tour hat natürlich auch Vor- und Nachteile, die wir ganz kurz ansprechen wollen. Vielleicht hilft dir das noch einmal bei deiner Entscheidungsfindung:


Vorteile:


- Du hast einen ortskennenden Reiseleiter dabei

- Einen erfahrenen Fahrer Bekommst eine kurze Belehrung

- Du hast keinen Stress mit der Planung und Vorbereitung

Nachteile:


- Du bist natürlich eingeschränkter jeder hat unterschiedliche Interessen

- Du hast nur wenig Zeit an den verschiedenen Sehenswürdigkeiten

- Du siehst ausschließlich Touristenstellen, da du nicht einfach an, für dich schönen Stellen anhalten kannst

- Du zahlst in der Regel mehr Geld (das kannst du aber im Vorfeld vergleichen)



Wie du dich entscheidest liegt natürlich an dir. Du musst für dich abwägen was dir am wichtigsten ist, die Freiheit, die Sicherheit und/ oder das vorhandene Budget.


Wir können dir nur eins mit auf den Weg geben: Ganz gleich, wie du dich entscheidest, die größte Sandinsel der Welt ist eine Reise wert, und es lohnt sich, mindestens 2 Tage dafür einzuplanen.



So, wir hoffen wir haben deine Neugier und Abenteuerlust geweckt! Dann auf gehts - Plane deine Zeit auf Fraser Island und lass uns in den Kommentaren wissen, für welche Variante du dich entschieden hast.


Vielleicht warst du ja sogar schon mal auf Fraser Island, dann würden wir natürlich gerne erfahren wie es war!


Und wenn du genaueres über unseren Aufenthalt auf Fraser Island erfahren willst, freuen wir uns, wenn du auch in unserem nächsten Blogbeitrag reinschaust, denn da erfährst du was uns auf Fraser am Besten gefallen hat, was man unbedingt sehen muss, wo wir gecampt haben und vor allem, was genau unsere Erfahrungen auf Fraser Island waren.


Eine Frage zum Schluss: Was meint ihr, sind wir stecken geblieben? Und wenn ja, wie oft?


Bis bald,


Gepackt-Getan,

Marc & Sabrina

316 Ansichten

Hallo Ihr!

Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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