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Hoi An - Toller Gegenpol zum sonst so hektischen Vietnam:

Die Stadt der Lampions..


In diesem Reisebericht erfährst du wie wir von Mui Ne nach Hoi An gekommen sind, welche Erfahrungen wir dabei gemacht haben und was wir in Hoi An erlebt haben.


Im Vorfeld verraten wir dir schon mal, dass wir in Hoi An wenig erlebt haben, da Sabrina krank wurde. Trotzdem gibt es ein paar Tipps und Erfahrungen, von denen du vielleicht bei deiner Vietnamreise profitieren kannst.




Wie du weißt haben wir für Vietnam nur ein 15 tägiges Visum erhalten, bzw. mehr wollten wir auch gar nicht. Mittlerweile merken wir aber, dass die Zeit ziemlich begrenzt ist und ein paar mehr Tage doch nicht verkehrt gewesen wären. Wir denken viel an die Zukunft und zählen die verbleibenden Tage, anstatt den Moment zu genießen.


Natürlich verlieren wir viele Stunden, Tage oder Nächte während der Reisezeit an sich. Inlandsflüge würden uns weniger Zeit kosten, dafür mehr Geld. Wir entscheiden uns daher ganz bewusst für unbequeme, meist lange Busfahrten.


Wir wussten auch, dass unser nächstes Reiseziel einige Kilometer von Mui Ne weg liegt. Wobei weit ist ein dehnbarer Begriff, denn eigentlich liegen Mui Ne und Hoi An nur 726 km voneinander entfernt. In Deutschland fährt man die Strecke innerhalb 7 bis 8 Stunden. Hier in Vietnam sieht das ganze wegen den Straßenverhältnissen und dem Verkehr anders aus. Kannst du dir vorstellen wie lange wir mit dem Bus unterwegs waren?




Um 12:30 Uhr sind wir in Mui Ne, nahe dem Hotel abgeholt worden und wurden mit einem Sammelbus zum Busbahnhof gefahren. Am Busbahnhof hieß es für uns dann Warten und Umsteigen in einen Sleeperbus. Uns erwartete eine 5 stündige Fahrt nach Nha Trang. Hier wurden wir an einer Tankstelle abgesetzt – Endstation, alle aussteigen!


Der Hotelbesitzer warnte uns schon vor, dass man teilweise einige Kilometer vor der eigentlichen Endstation abgesetzt wird, damit man sich ein Taxi nehmen muss. Da aber alle dort ausgestiegen sind, war uns das erstmal nicht bewusst. Gemerkt haben wir das erst, nachdem uns jeder auf einen Transfer ansprach und uns fahren wollte.


Wir waren so informiert, dass es an derselben Stelle mit demselben Unternehmen nach eineinhalb Stunden Pause weitergehen würde. Wir haben extra die Mittagsverbindunng genommen, da zu der Uhrzeit angeblich die besten Verbindungen herrschten.


Solltest du auch mal eine längere Strecke mit dem Bus in Vietnam fahren und musst umsteigen, raten wir dir das vorher mit dem Busfahrer genauestens abzuklären. Aber eigentlich raten wir dir die Städte, die dazwischen liegen mitzunehmen, sodass die Distanz nicht so weit ist. Macht auf jeden Fall mehr Spaß, wie alles im Schnelldurchlauf zu erleben und immer lange Strecken auf sich zu nehmen. Viele die wir kennenlernten haben einen 2 tägigen Zwischenstopp in Da Lat gemacht und sind dann weiter nach Hoi An .


Uns blieb in dem Moment nichts anderes übrig als ein Taxi zum Busunternehmen zu nehmen. Wir hätten auch bei den Rollerfahrern mitfahren können, das war uns mit dem ganzen Gepäck aber zu gefährlich und dazu noch zu riskant getrennt zu fahren. Besonders seriös wirkten die Männer nämlich auf uns nicht.


Die Fahrt von der Tankstelle zum Büro der Busgesellschaft kostete uns 100.000 Dong, also knapp 4 €, die auf den bereits gezahlten Preis für die Tour von 700.00 Dong (26 €) noch oben draufkamen.


Als wir dort ankamen rief eine Angestellte einen anderen Mitarbeiter an. Wir wussten erstmal nicht wieso und fanden die ganze Situation sehr merkwürdig. Die Frau erklärte uns dann, dass ein kleiner Bus in ca. 30 Minuten kommt und uns abholt. Wieder schauten wir uns fragend an. Uns blieb nichts anderes übrig als abzuwarten.


Nach 45 Minuten kam wirklich ein kleiner Van, der uns einsammelte und zum großen Busbahnhof in Nha Trang brachte. Und Juhu, wir durften wieder eine Stunde warten… Zu dem Zeitpunkt waren wir schon ganz schön genervt.. Am Busbahnhof gab es nicht sonderlich viel zu sehen und die Zeit ging nur langsam vorbei.



Um 21 Uhr fuhren wir dann mit knapp einer Stunde Verspätung endlich los. Nach knapp 2 km hielt der Bus schon wieder an und wir standen weitere 30 Minuten. Keiner wusste genau wieso, bis dann ein weiterer Fahrgast zugestiegen ist.


Das Positive an dem Bus war, dass er über eine Toilette verfügte, ansonsten war er alt und schon ziemlich runtergekommen. Die Lehnen an den Sitzen waren teilweise schon abgebrochen, sodass man Angst haben musste rauszufallen. Die Fahrt zog sich unendlich in die Länge, keiner von uns beiden konnte wirklich schlafen. Ständig wurden wir vom Dauergehupe geweckt oder vom starken Bremsen erschreckt.


Sabrina fror trotz beiden Decken, Jacken und Pullover immer noch, zudem klag sie über Gliederschmerzen. Wir ahnten zu dem Zeitpunkt schon, dass sie sich irgendwas eingefangen haben muss.


Um 07:30 Uhr morgens sind wir dann endlich in Hoi An angekommen. Insgesamt waren wir somit 19 Stunden unterwegs. Es war wirklich keine angenehme Fahrt und wir waren total kaputt. Anders wie bei unserer ersten Fahrt mit dem Sleeperbus nach Mui Ne, wurden wir zudem nicht nach unserer Unterkunft gefragt und dementsprechend auch nicht in deren Nähe rausgelassen.


Wir bestellten uns also ein Grab Car und ließen uns zur Unterkunft fahren. Wir haben gehofft, dass wir direkt einchecken können, um uns Auszuruhen. Und wir hatten Glück, unser Zimmer war bezugsfertig und auch die Dame an der Rezeption hat uns freundlich in Empfang genomemn. Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb, ziemlich nah am An Bang Strand.


Das von uns gebuchte Zimmer war nicht mehr verfügbar, sodass wir auf ein größeres upgegradet wurden. Sabrina tat sich unheimlich schwer ihren Rucksack die Treppen hochzutragen und fiel direkt ins Bett. Als sie wenig später aufwachte war sie knallheiß – bestimmt fast 40 Grad Fieber. Wir hatten allerdings kein Fieberthermometer dabei. Für uns war klar, dass wir den Tag größtenteils auf dem Zimmer verbringen werden. Sabrina schlief tatsächlich den fast ganzen Tag durch und fühlte sich nicht besser, sodass ich ihr aus der Apotheke Medikamente besorgt habe. Nach der Einnahme ging es ihr kurz besser, doch leider hielt das nicht lange an. Wir haben vom ersten Tag also leider, abgesehen von der Herfahrt, nichts von Hoi An gesehen. Das war etwas ärgerlich, doch Gesundheit geht nun mal vor!



Die Küstenstadt Hoi An liegt im Zentralvietnam und ist eines der bekanntesten Ziele im ganzen Land.



Die Altstadt Hoi Ans wurde während des Vietnamkrieges nicht zerstört, sie zählt heute sogar zum UNESCO Weltkulturerbe und zieht tausende Besucher an. Wir freuten uns tierisch auf die engen Gassen und vor allem die vielen bunten Lampions.


Am nächsten Morgen fühlte Sabrina sich aber leider immer noch nicht so gut, sodass wir nochmal einen halben Tag verloren haben, an dem wir Hoi An erkunden hätten können. Das war wirklich ärgerlich, gerade weil wir uns so sehr auf die Stadt gefreut haben. Nachmittags siegte dann aber doch die Neugier und wir fuhren in die Altstadt.


Achja, an der Stelle fällt uns ein, dass Hoi An im Vergleich zu Mui Ne so viel teurer ist! Die Fahrten mit dem Grab Cars unterschieden sich deutlich und auch die Preise für Getränke oder Essen.


Unser Taxi konnte uns nicht direkt in der Altstadt absetzen, da die Straßen in der Altstadt für Autos und Roller gesperrt sind. Das Schild mit dem Verbot haben wir auch gleich entdeckt, allerdings halten sich nicht wirklich alle daran. Trotzdem war es natürlich viel angenehmer und ruhiger, da sich die Anzahl der Autos und Roller in Grenzen hielt. Als wir durch die Gassen liefen sind uns nur vereinzelt Rollerfahrer oder Autos entgegengekommen. Vorbeifahrende Roller empfanden wir für störend, da die Altstadt ohnehin schon dermaßen mit Menschenmassen überfüllt war.


Besser ist es morgens die Altstadt zu erkunden, wenn die meisten noch schlafen oder frühstücken! Nachmittags war es für uns kaum möglich Bilder von uns zu machen, ständig kamen Menschenmassen entgegen und Reisegruppen, die uns fast umrannten.


Trotzdem hat die Altstadt etwas Bezauberndes an sich. Wir sind durch enge Gässchen gelaufen, haben viele kleine Cafés entdeckt, viele bunte Lampions, Straßenkünstler, Souvenirläden und viele alte, historische französische und jampanische Häuschen gesehen.


So schön die Cafés und Restaurants auch anzusehen sind, ist es etwas traurig, dass sie komplett auf den Tourismus ausgelegt sind und das „normale“ Leben völlig untergeht. Es war richtig schwer eine vietnamesische Küche zu finden.


Tipp: Wenn ihr die vielen alten Häuschen besuchen möchtet, braucht ihr eine Eintrittskarte (Sightseeingticket), die man für 5 € erwerben kann. Mit dieser Karte können fünf kostenpflichtige Sehenswürdigkeiten besucht werden. Zur Kontrolle wird bei jeder besuchten Sehenswürdigkeit ein Streifen des Tickets entfernt bis keiner mehr übrig ist.



Wir haben auf solch ein Ticket verzichtet. Das Gerücht, man braucht ein Ticket, um überall in die Altstadt reingelassen zu werden, ist nicht wahr. Wenn du an der genauen Geschichte interessiert bist rentiert sich solch ein Ticket bestimmt, wir allerdings haben die vielen Eindrücke der Stadt genossen und diese als Highlight empfunden. Eine Bootstour auf dem Thu Bon Fluss, der auch durch die Altstadt fließt haben wir uns dennoch nicht entgehen lassen!


Die Altstadt bei Nacht ist noch viel romantischer als tagsüber. Sobald die Dunkelheit anbricht beginnen die unzähligen Lampions zu leuchten und verleihen eine magische, romantische Atmosphäre.


Wir sind abends auch gerne über den Nachtmarkt geschlendert. Hier war das Essen billiger als in der Stadt und es wurden vietnamesische Speisen angeboten.



Hoi An ist außerdem bekannt für Schneidereien. Wir waren vermutlich mit die einzigen, die sich hier nichts schneidern lassen haben. Wir haben einfach schon zu viele Klamotten dabei und wollen unser Geld sparen. Verlockend war es aber dennoch!


Am 3. Tag sind wir an den An Bang Strand gegangen. Da er nicht weit von unserer Unterkunft lag konnten wir ihn problemlos zu Fuß erreichen. Ja, wir wissen, Vietnam ist nicht unbedingt für die schönsten Strände bekannt, aber wir wollten uns selbst davon überzeugen und der An Bang Beach schnitt mit guten Bewertungen ab.



Der Strand zieht sich über mehrere Kilometer. Unser erster Eindruck war allerdings einfach nur erschreckend. Wir sind durch ein Restaurant, direkt an den Strand gekommen. Vorgefunden haben wir ein zugestelltes Strandabteil und am Ufer ewig große Sandsäcke, die als Wellenbrecher dienen. Kein wirklich schöner Anblick. Die Sandsäcke hinderten uns daran, ins Meer zu gehen, vor allem weil sich dahinter der ganze Müll ansammelte.


Uns ist bewusst, dass die Wellenbrecher ihren Nutzen haben, doch im Internet fand man darüber nichts. Fast alle Bewertungen waren durchweg positiv und diese „Kleinigkeit“ wurde verschwiegen.


Die Sandsäcke bildeten eine lange Straße entlang des Wassers. Ein Ende war in Sicht, deshalb sind wir über die Sandsäcke zu der Stelle gelaufen, an der der Strand breiter wurde und vielversprechender aussah.


Wir haben dann doch noch ein relativ schönes Plätzchen gefunden, allerdings lag das an einem der Resorts. Doch selbst dort waren wir nicht wirklich überzeugt von dem Strand.


Das Wetter war zu unserer Reisezeit wirklich gut. Dennoch können wir die Aussage „An Bang zählt zu den Traumstränden“ nicht teilen. Das Wasser war sehr bräunlich und es wurde viel Müll angeschwemmt. Vielleicht liegt es auch daran, dass es die Tage zuvor mehrmals geregnet hat, schließlich kennen wir viele die von diesem Strand schwärmen.



Trotzdem hatten wir einen tollen Mittag am Strand und konnten uns erholen. Am Strand war fast nichts los, sodass wir unsere Ruhe hatten und entspannen konnten.


Am nächsten Tag sind wir dann schon weitergezogen. Gerne hätten wir noch einen weiteren Tag gehabt um uns die Reisfelder anzuschauen, doch die Zeit wurde immer knapper. Uns blieben nur noch 5 Tage bis zum Ablauf des Visums.


Diesmal sind wir nicht mit dem Bus zum nächsten Ziel gefahren. Im nächsten Beitrag erfährst du für welches Verkehrsmittel wir uns diesmal entschieden haben und welch spannendes Abenteuer wir dabei erlebt haben.



Warst du schon mal in Hoi An? Wie hat es dir denn gefallen? Waren wir einfach zur falschen Zeit am Strand oder siehst du es ähnlich wie wir? Wir freuen uns über einen Kommentar von dir!


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Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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