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Koh Rong Sanloem - das Inselparadies mit Schönheitsfehlern vor der Küste Kambodschas:


Hallo liebe(r) Mitreisende(r),


Im letzten Beitrag haben wir schon verraten, dass wir als nächstes auf eine Insel reisen werden.

Wir nehmen dich heute mit nach Koh Rong Sanloem - auf die Insel, die uns zum Staunen brachte.

Im Vorfeld haben wir uns schon total darauf gefreut, für insgesamt 5 Tage wieder ein Inselleben zu führen. Seit den Malediven sind wir verrückt nach Inseln! Vor allem auf Kambodscha haben wir uns von der Inselauszeit erhofft, eine Pause von dem Trubel zu bekommen.


Die Entscheidung zwischen Koh Rong und Koh Rong Sanloem fiel uns nicht leicht. Beide Inseln sind noch relativ unbekannt. Koh Rong Sanloem ist etwas kleiner als Koh Rong und ist die Schwesterinsel. Beide sehen im Internet und auf Bildern verschiedener Plattformen wunderschön aus und beide werden als die beste kambodschanische Insel betitelt. Wie soll einem da die Entscheidung leicht fallen? Dazu liegen die beiden Inseln nicht mal 45 Minuten mit dem Boot entfernt!



Koh Rong ist die fortgeschrittenere Insel von beiden. Uns war klar, dass wir in 5 Tagen nur stressbedingt alles von dieser Insel erkunden können und haben uns darum bewusst dagegen entschieden. Besonders interessant war für uns der Long Beach, wer schon mal dort war, darf uns in den Kommentaren unten natürlich gerne berichten!


Koh Rong Sanloem liegt ungefähr 25 Kilometer von der Küste Kambodschas. Am besten erreicht man sie von der Küstenstadt Sihanoukville aus. Die Fahrt dauert eine knappe dreiviertel Stunde.


Es gibt eine Menge von Anbietern, die mehrmals täglich mit verschiedenen Booten rausfahren.


Buchen kannst du ein Boot entweder im Vorfeld online, was in der Regel meist um zwei Euro billiger ist oder direkt am Pier. Der Vorteil am Onlinebuchen ist, dass man direkte Preisvergleiche hat. Oftmals fallen die Bewertungen negativ aus, was wir persönlich aber nicht verstehen können. Hin und Rückfahrt liefen bei uns reibungslos ab und wir waren sehr zufrieden.


Am Strand gibt es verschiedene Anlegestellen. Die Mitarbeiter am Board fragen in der Regel vorab welches Hotel man gebucht hat, damit man am nächstgelegenen Pier aussteigen kann und nicht so weit laufen muss. Die Insel ist zwar nur neun Kilometer lang, dennoch ist es ziemlich anstrengend in der prallen Sonne und Backpack auf dem Rücken die komplette Insel entlang zu laufen. Wir empfehlen deshalb im Voraus eine Unterkunft zu buchen, denn es kann durchaus vorkommen, dass viele ausgebucht sind - Koh Rong Sanloem ist einfach kein Ort, an dem man seine Zeit mit Zimmersuche verbringen möchte, glaub uns! Auf Koh Rong Sanloem gibt es keine Straßen und somit keine Autos oder Roller. Früher soll es mal eine gegeben haben, diese ist aber überwuchert und heute nur noch Dschungel. Es gibt auch keine anderen Personenbeförderungsmittel wie wir es von den Gili Islands kennen.


Bevor wir genauer auf die verschiedenen Strände eingehen, wollen wir noch ein paar Fragen beantworten.


„Gibt es wirklich keinen Strom auf der Insel?“


Auf der Insel gibt es Strom! Und das nicht nur am Tag! Wir wissen aber nicht, ob der Strom wirklich von einem Generator und ein paar Solarzellen kommt. Unsere Klimaanlage lief die die ganze Nacht durch! Manche Unterkünfte verfügen sogar über Wlan. Aber: Auf der Insel fällt des öfteren mal der Strom aus. Und was macht man dann ohne Internet und Strom im Paradies? Richtig! Baden, sonnen, essen und Spazierengehen. Was es in unserem Hotel nicht gab, ist warmes Wasser.


„Ist die Insel sauber?“


Das Thema Müll ist einfach ein leidiges Thema in Asien! Leider bleibt auch die schöne Insel nicht davon verschont. Es ist noch gar nicht lange her, da gab es auf der Insel noch keine Resorts.


Durch die Resorts gibt es jetzt natürlich die selben Probleme wie auf allen Inseln, wo der Tourismus Einzug hält. Um die Resorts rum ist alles meist sauber, täglich wird Ordnung gemacht, Plastik und anderer Dreck eingesammelt und sogar abgefallene Palmblätter weggeräumt. Der Hauptstrand, Saracen Bay ist insgesamt fünf Kilometer lang und nur die Hälfte ist bebaut. Also kannst du dir ungefähr vorstellen wie es dort ausschaut. Wenn wir uns nur etwas vom bebauten Gebiet entfernt haben, fanden wir keinen unberührten Sand, sondern eher eine Mülldeponie vor.


An manchen Stellen war es sogar so schlimm, dass wir gar nicht wussten, wie wir laufen sollen, um barfuß nicht auf den Müll zu treten. Das aber eigentlich schlimmste war, dass wir sogar Glasscherben und Spritzen entdeckt haben. So gerne wir doch barfuß laufen, hatten wir etwas Respekt davor.


„Ist die Insel vergleichbar mit den Malediven - blaues Wasser rund um die Uhr?“


Leider haben wir an 3 von 5 Tagen Regen gehabt und das nicht gerade wenig. Das türkisfarbene Wasser schien durch den Regen wie weggespült. Als wir nach den relativ langen Regenschauern den Strand entlang gelaufen sind erschien uns das Meer sehr grau und aufgewühlt. So extrem haben wir den Unterschied bisher noch nirgends empfunden. Bei Sonnenschein und blauem Himmel sieht es hier aber wirklich paradiesisch aus!



„Ihr wart sicher total zerstochen?“


Nein! Keineswegs! Wir haben uns kein einziges Mal mit Mückenspray eingesprüht und wurden beide so gut wie nicht gestochen. Am Otres Beach war das weitaus schlimmer. Wir waren wirklich verwundert, da wir eigentlich überall gelesen haben, dass es auf der Insel viele Mücken und Sandfliegen gibt und man am Ende des Besuchs mit Stichen übersät ist und normalerweise werden wir sehr gerne gestochen! Wirklich sehr verwunderlich.


Auf der Insel gibt es insgesamt sechs verschiedene Strände. Wir waren an 2! Es gibt verschiedene Pfade, die zu verschiedenen Stranden führen.




Den Lazy Beach erreicht man, wenn man nicht zufällig ein Bungalow im Lazy Beach Resort hat nur durch den Dschungel. Er liegt nämlich auf der anderen Seite der Insel. Boote haben keine Erlaubnis dorthin zu fahren. Es führt auch nur ein Weg dorthin, der an der Octopussy Bar beginnt und durchweg ausgeschildert ist. Von unserem Hotel aus waren wir 50 Minuten unterwegs, der Weg quer durch über die Insel im Dschungel dauert an sich 25 Minuten. Wir empfehlen festes Schuhwerk anzuziehen, da auf dem Weg immer wieder umgefallene Bäume liegen und es über Stock und Stein geht.

Am Lazy Beach ist das Wasser glasklar und der Sand fein und gelblich, anders als auf der anderen Seite. Wie es der Name schon vermuten lässt, ist es hier wirklich extrem ruhig und man entspanne kann.


Wir sind erst zur Mittagszeit losgelaufen, was natürlich keine gute Idee war, da wir extrem geschwitzt haben! Wir haben uns dann am Lazy Beach natürlich auf eine Abkühlung im Meer gefreut, daraus wurde leider aber nichts, da das Wasser lauwarm ist.


Eine Abkühlung bekamen wir zum Glück aber trotzdem. Wir haben uns am angeschlossenen Restaurant Getränke bestellt, die zu unserem Erstaunen um 50 Cent billiger waren als am Hauptstrand. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass hier die Preise noch höher sind, da die Gäste hier drauf angewiesen sind, da nur die wenigsten durch den Dschungel laufen werden um Getränke zu kaufen. Wir finden es super, dass das Resort die abgelegene Lage in einer eigenen Bucht nicht ausnutzt.


Wenn du schöne Sonnenuntergänge sehen willst, hast du die beste Möglichkeit hierfür am Lazy Beach. Allerdings empfehlen wir dir, für den Rückweg eine Taschenlampe mitzunehmen, da der Weg sehr steinig und uneben ist.




Irgendwie hat es Koh Rong Sanloem geschafft, auch hier den Massentourismus fernzuhalten. Anstatt viele Menschenmassen findet man hier tausende kleine Krabben am Strand vor, die ihren Tag damit verbringen, Sand in kleine Kugeln zu rollen. Sie sind auf der Suche nach Nahrung und separieren so den bereits durchsuchten Sand vom Rest. Ziemlich interessant!


Es gibt zwar eine Reihe von Resorts hier am Hauptstrand, aber alle bestehen aus kleinen Bungalows, Hütten oder Baumhäusern. Die Preise hier sind etwas höher als auf dem Festland, aber immer noch fair, wenn man bedenkt, dass alles von SIhanoukville mit dem Boot informiert wird. Was hier fehlt ist ein Seven Eleven. Die zwei Supermärkte die es hier gibt unterscheiden sich preislich kaum zum Rest.


Anders wie am Lazy Beach ist der Sand hier noch feiner und vor allem weiß.

Gerne wären wir noch an den Twilight Strand gelaufen. Viele verbinden den Strand mit einer Wanderung zum alten Leuchtturm. Der Weg beginnt am äußersten Ende des Saracen Bay Strandes, Hauptstrand der Insel. Allerdings stand das Wetter nicht auf unserer Seite. Dabei wäre es sicherlich ein tolles Erlebnis gewesen den Sonnenaufgang vom Leuchtturm aus zu besichtigen, eine tolle Aussicht auf die Insel zu genießen und anschließend im Meer zu baden. Der Wecker klingelte sogar an zwei Morgen, wirklich schade!



Türkisblaues Meer und kilometerlanger weißer Sandstrand - das beschreibt die Insel im Allgemeinen ganz gut. Allerdings löst die Insel bei uns gemischte Gefühle aus. Einerseits finden wir die Insel wunderschön und wir konnten das Gefühl von Freiheit und Glück genießen, auf der anderen Seite steht das Thema Müll und die ankurbelnde Entwicklung, die das tolle paradiesische Bild etwas zerstören. An der ein oder anderen Stelle wäre es toll, wenn manche Dinge wirklich eine Sache der Zukunft bleiben würden. Wir haben uns Berichte vom letzten Jahr durchgelesen, wo vieles noch anders war.


Gerne wären wir noch länger geblieben und hätten Ausflüge zu den Nachbarinseln unternommen. Wir können uns gut vorstellen zurückzukommen. Allerdings haben wir ein wenig Zweifel, ob wir die Insel beispielsweise in zwei Jahren Wiedererkennen würden. Wenn auch du gerne die Ruhe hier genießen magst, raten wir dir schon bald herzureisen, denn so ruhig und idyllisch wird es hier wahrscheinlich wirklich nicht mehr lange sein. Die Insel wird sich noch ziemlich entwickeln. Das beste Beispiel hierfür ist die berühmte Fullmoon-Party, die mittlerweile auch auf dieser Insel stattfindet. Wir haben das Gefühl, dass die Insel dem Trend folgen muss und sich versucht anzupassen, um nicht unterzugehen. Dass es aber auch viele Zielgruppen gibt, die genau solche Partys vermeiden wollen, wird dabei ignoriert.


Wenn du auf die Insel machst, achte darauf, dass du genug Bargeld dabei hast. Am besten ist es, wenn du vorher noch an einem ATM vorbei fährst, da es auf Koh Rong Sanloem wirklich keine Geldautomaten gibt und auch nicht alle Restaurants, Bars und Hotels eine Kreditkarten akzeptieren.


Sicher gibt es viele unter euch, die Aktion brauchen und nicht verstehen, was man fünf Tage lang die ganze Zeit so macht. Das Thema haben wir in einem unserer Maledivenbeiträge schon mal angesprochen. Wir sind total abenteuerlustig, aber auch mal froh, ein bisschen Abstand zu bekommen. So eine Auszeit auf der Insel bietet viel Zeit zum Nachdenken und Kraft tanken. Eine Beschäftigung finden wir immer.


Hier auf der Insel konnten wir unser Leben einach ohne Stress und Hektik genießen und richtig abschalten. Schön wäre es, wenn das die Insel auch noch in ein paar Jahren bieten kann.


Zurück nach Sihanoukville sind wir wieder mit dem Speedboot gefahren. Diesmal mussten wir uns um nichts kümmern, da ein Mitarbeiter das für uns übernahm. Bezahlt haben wir 14 Euro pro Person, genauso viel wie bei der Hinfahrt.


Für uns ging es am gleichen Abend dann schon wieder weiter. Schließlich gibt es eine Sehenswürdigkeit, die man sich, wenn man in Kambodscha ist, keineswegs entgehen lassen soll. Kannst du dir vorstellen, von was wir sprechen?



Im nächsten Beitrag gibt es die Auflösung. Wir freuen uns auch dich!


Wenn du noch Fragen zu Koh Rong Sanloem hast, darfst du uns natürlich jederzeit gerne anschreiben oder uns unten einen Kommentar da lassen. Natürlich freuen wir uns auch über jedes Feedback! Wenn du schon mal auf Koh Rong Sanloem warst, interessiert es uns sehr zu erfahren, wie du es dort empfunden hast und ob es Unterschiede oder Übereinstimmungen zu unseren Bericht gibt.



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Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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