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Mui Ne, klein aber fein! Die Küstenstadt & ihre Highlights - Große Überraschungen für kleinen Preis:

Wie würden wir Mui Ne beschreiben?


Ganz eindeutig! Die kleine Küstenstadt ist perfekt für Wassersportfans und bietet aber auch ganz tolle Sehenswürdigkeiten.


Die Überschrift lautet zwar Mui Ne, doch eigentlich reden wir mehr von dem Gebiet Phan Thiet. Hier lag auch unsere Unterkunft. Mui Ne ist an sich nur ein ganz kleiner Ort mit wenigen Hotels und kaum Tourismus. Das eigentliche Leben findet an der Küstenstraße zwischen Mui Ne und der etwas größeren Stadt Phu Thuy statt.



Mui Ne, die Küstenstadt des sünchinesischen Meeres, oder besser bekannt als Fischerdorf, gehört zu der Provinz Binh Thuan und ist etwa 200 km von Saigon entfernt. Wie im letzten Beitrag schon erwähnt haben wir mit dem Bus von Saigon hier her knapp 4 einhalb Stunden gebraucht.



Bevor wir zu den Sehenswürdigkeiten kommen erzählen wir dir kurz genaueres von unserer Anreise:


Unsere Ankunft in Mui Ne war eigentlich ganz witzig: Normal sind wir davon ausgegangen, dass wir nicht vor 6 Uhr morgens ankommen. In Saigon sind wir um 23 Uhr losgefahren und wir haben mit einer Verspätung von mindestens einer Stunde gerechnet.


Letztendlich sind wir aber schon um halb 4 an unserem Hotel „Mad Mokey – Mui Ne Hills“ angekommen. Das Hotel können wir übrigens sehr empfehlen! Backpacker zahlen für ein Dome Zimmer nur einen Euro und wir haben für ein Doppelzimmer 4 Euro gezahlt. Natürlich variieren die Preise nach Saison!


Die Rezeption war zu unserer Ankunftszeit erstmal nicht besetzt gewesen. Um 4 Uhr kam dann ein Mitarbeiter, der allerdings kaum Englisch konnte. Unsere Namen konnte er zum Einchecken nicht auf der Liste finden – eigentlich logisch, da wir erst für den nächsten Tag gebucht hatten. Auf jeden Fall bekamen wir kein Zimmer, da keines fertig war und zur Verfügung stand. Wir mussten also warten, bis andere nach dem Aufstehen ausgecheckt haben. Die Nacht durften wir trotzdem in der Anlage verbringen. Kostenlos am Pool.


Das Mui Ne Hills besitzt vier verschiedene Arten von Unterkünften in unterschiedlichsten Preiskategorien, von ganz billig bis teuer ist alles dabei!


Gegen 9 Uhr morgens war unser Zimmer dann einzugsbereit. Für 4 Euro erwartete uns wirklicher Luxus. Wir hatten ein großzügiges Bad, ein großes Bett, Klimaanlage, Kühlschrank, Wasserkocher und vor 3 Pools zur Auswahl. Abends wurden wir mit Programm wie beispielsweise Wasservolleyball, Kissenschlacht über dem Pool, Bierpong und Quiznächten versorgt. Jetzt aber genug vom Hotel – schließlich haben wir dort eigentlich kaum Zeit verbrach, abgesehen vom Schlafen.


Geschlafen haben wir die erste Nacht allerdings nicht lang – du erfährst auch gleich warum.


Mui Ne ist bekannt für die roten und weißen Sanddünen. Sicher hast du auch schon davon gehört. Die weißen Dünen befinden sich etwa 30 km weiter nördlich von Mui Ne. Da wir von so vielen Verkehrskontrollen, vor allem vor den Dünen gehört haben und die Polizei wohl bei Touristen immer etwas findet um Geld zu verlangen, haben wir uns gegen eine eigene Anreise mit dem Roller entschieden.

Mit dem Roller wären wir natürlich flexibler, aber im schlimmsten Fall auch einiges an Geld losgeworden oder zumindest vielleicht viel Ärger gehabt. Wenn du dich jetzt fragst, was die Polizei zu meckern haben könnte, ist das ganz einfach erklärt: Sie verlangen bei den Kontrollen deinen Führerschein. Aber es reicht kein internationaler oder deutscher Führerschein, nein – bei der Polizei zählt nur der vietnamesische Führerschein. Da wir nicht im Besitz von solch eines Führerscheines sind war uns das einfach zu riskant.


Sanddünen in der Mitte Vietnams..


Statt die Dünen auf eigene Faust aufzusuchen haben wir eine Sonnenaufgangstour gebucht. D.h. wir sind um halb vier aufgestanden um um 4 Uhr mit einem kleinen Bus und anderen Touristen zu den weißen Sanddünen zu fahren. Wir hätten auch eine Privattour buchen können, die teurer gewesen wäre, doch im Prinzip hätte das keinen Unterschied gemacht, denn die Jeeps fahren zur selben Zeit los wie die Busse und man findet die gleichen Menschenmassen vor.


Nach knapp 40 Minuten Fahrt erreichten wir die Dünen. Die Sonne war schon kurz vorm Aufgehen, der Himmel wurde schon rötlich.


Die Sanddünen in Vietnam sind unserer Meinung nach besonders, da sie eigentlich gar nicht in das Landschaftsbild von Vietnam passen. Wir wussten genau was uns erwartet und waren trotzdem überrascht von den riesen Sandbergen. Es war einfach eine spannende Erfahrung für uns im grünen und bewachsenen Vietnam solche Dünen vorzufinden. Die Dünen hier darfst du dir natürlich nicht vorstellen wie in Dubai!


Direkt beim Aussteigen wurden uns Quads angeboten, die uns zum höchsten Berg fahren und wieder abholen sollten. Kann man machen, muss man aber nicht! Wir haben dafür kein Geld ausgegeben und sind lieber gelaufen. Das würden wir auch wieder so machen, auch wenn wir nur wenig Zeit hatten. Der Busfahrer sagte uns nämlich, dass es in einer Stunde schon weiter gehen sollte.


Der Sonnenaufgang in den weißen Dünen war wirklich wunderschön. Die Touristenmassen, die von den Quads auf die höchste Düne gefahren werden versauten zwar ein bisschen das Bild, doch von den Massen an sich bekamen wir nicht viel mit, da wir mit unserer Busgruppe eine Düne dahinterstanden und den Sonnenaufgang von dort beobachteten.



Die Dünen sind sowieso recht weitläufig, sodass wir nicht das Gefühl hatten, dass der Ort überlaufen und völlig touristisch ist. Wenn du auch die Sanddünen sehen möchtest können wir dir wirklich empfehlen gleich morgens zu starten, denn sobald die Sonne aufgegangen ist wird es richtig heiß! In den Dünen geht ein richtiger Wind. Das ist auch der Grund, weshalb die Dünnen sich immer verändern. Verrückt oder? Vielleicht sieht es hier in einem halben Jahr ganz anders aus, nicht wieder zu erkennen.


Wir haben von anderen Reisenden auch schon gehört, dass sie die Dünen als „panierte Schnitzel“ wieder verlassen haben, da der Sand an der Sonnencreme haften geblieben ist.

Tipp: Lass dich nicht so lange aufhalten, nachdem du aus dem Bus gestiegen bist, ansonsten hast du wirklich keine Zeit den Sonnenaufgang zu Fuß rechtzeitig zu erreichen und du bist auf ein Quad angewiesen.


Fischgeruch muss man mögen..


Unsere gebuchte Tour beinhaltete auch den Besuch des Fischerdorfes. Das Fischerdorf ist ein toller Abstecher für gute Fotomotive. Der Blick auf die ganzen bunten Fischerboote und Nusschalenboote ist wirklich sagenhaft.


Wenn du keinen Fisch essen und/oder riechen kannst empfehlen wir dir den Ort auszulassen – man wird schon im Bus von dem Fischgeruch begrüßt und es wird nicht besser desto näher man an die Fischer kommt. Uns persönlich hat der Geruch nicht sonderlich gestört, etwas sonderbar war er aber trotzdem. Wir fanden den kurzen Einblick in das Leben der Leute hier sehr interessant, allerdings wären wir ohne die Tour vermutlich nicht dorthin gefahren.


Farblich kein großer Unterschied zu den Weißen..


Als wir an den roten Sanddünen ankamen und aus dem Bus ausgestiegen sind, kamen schon gleich Frauen und Kinder an, die uns „Plastikrutschen“ verkaufen wollten, damit wir auf den Sandbergen rodeln können. 50 Cent hätten diese zum Ausleihen gekostet, allerdings war es uns das nicht wert. Wir müssen sagen, von den roten Sanddünen waren wir fast schon ein bisschen enttäuscht.


Sie sind viel kleiner als die weißen und vor allem aber sehr dreckig! Überall liegen Plastikflaschen, leere Tüten und sonstiger Müll herum. Für uns ist es unverständlich, dass solch eine Sehenswürdigkeit nicht sauber gehalten werden kann. Nach den weißen Sanddünen waren die Roten auch nicht mehr so spektakulär. Wirklich rot war der Sand dort außerdem nicht. Trotzdem ist es ein bisschen surreal diese Sandberge mitten in Vietnam vorzufinden. Der Sonnenuntergang muss hier wohl wirklich traumhaft sein.


Zu Fuß durch einen Bach in eine andere Welt gelangen..


Roter Sand, große Kalkfelsen, einfach einmalig und toll. Den Fairy Stream erreichten wir als letztes der Ziele. Der Fairy Stream ist ein kleiner Flusslauf, der sich in wunderschöner Landschaft mit tollen Felsformationen befindet. Wir finden, dass der Ort teilweise wirklich malerisch aussieht.

Der „Hauptteil“ kostet inzwischen 20000 Dong, also ca. 75 Cent Eintritt. Zumindest sah das für uns so aus und wir haben gezahlt. Wir haben aber auch gehört, dass es KEINEN Eintritt kostet und immer wieder versucht wird Eintrittsgelder zu kassieren. Die Kasse, an der wir zahlen mussten sah allerdings ganz seriös aus und uns wurde das mit dem Eintritt so erklärt, dass mit dem Geld die Leute bezahlt werden, die den Müll aufsammeln.

Wir müssen sagen, in dem Bereich, der nur gegen Geld besichtigt werden konnte, war es wirklich sauber. Am Anfang und Ende dagegen lag so viel Müll rum. Allerdings sieht der ganze Fluss recht trüb aus, das liegt aber an dem roten Sand, der links und rechts entlang des Flusses ist. Entlang dem Ufer findet man außerdem zahlreiche Restaurants.


Wir hatten leider nicht genug Zeit bis zum Ursprung zu kommen und mussten kurz vorm „Ziel“ umdrehen. Wir konnten den Wasserfall schon hören, doch waren zeitlich so im Stress, dass wir umkehren mussten.

Tipps: Wenn du ohne Tour kommst hast du so viel Zeit wie du brauchst. Wir finden es etwas schade, dass wir nicht bis zum Ende gekommen sind. Allerdings haben wir vielleicht auch etwas zu viel Zeit vertrödelt mit Bildern machen und Staunen. Zieh dir keine langen Hosen an und lass die Schuhe lieber im Auto/Bus. Du kannst sie natürlich auch mitnehmen oder gegen ein kleines Trinkgeld, meist 5000 Dong „parken“.


Wenn du nicht gerne barfuß läufst empfehlen wir dir Wasserschuhe - manchmal läuft man nämlich in Wasserlöcher oder Steine.


Nach der Tour haben wir von anderen gehört, dass der Wasserfall nicht unbedingt sehenswert ist. Das soll wohl auch ganz auf die Reisezeit ankommen.


Leider hast du uns nicht überzeugt..


Der Strand hier hat uns überhaupt nicht gefallen. Laut Hotelbesitzer soll sich der schönste Strandabschnitt zwar direkt unterhalb des Hotels befinden, doch was wir da sahen war einfach nicht sehenswert. Zum Kitesurfen natürlich ein Paradies, zum Faulenzen allerdings nicht empfehlenswert.


Fast der gesamte Strandabschnitte ist voll mit vertrockneten Palmblättern, leeren Kokosnussschalen und sonstigem Müll, den das Meer so anschwemmt. Der Strand bietet kaum Liegefläche, abgesehen an den Stellen, an denen sich Resorts befinden. Dort ist es auch etwas sauberer, allerdings sind die Liegen privat.


Ohne abwertend klingen zu wollen haben wir uns außerdem wie an einem russischen Badeort gefühlt. Alles war in kyrillischer Schrift angeschrieben und es wurde mit russischen Begrüßungsfloskeln umhergeworfen. Das war eine wirklich seltsame Erfahrung – wir haben uns kurz in Vietnam nicht mehr wie in Vietnam gefühlt.





Wir können nicht sagen, ob es wirklich die richtige Entscheidung war Mui Ne mit der gebuchten Tour zu erkunden oder ob wir lieber auf eigene Faust auf Entdeckungstour hätten gehen sollen. Diese Entscheidung muss unserer Meinung nach auch jeder für sich selbst treffen. Die Tour hat uns pro Person nur 100000 Dong gekostet, mit der ganzen Fahrt und den Erlebnissen ist das ein wirklich fairer Preis gewesen, der einzige Nachteil war eben der straffe Zeitplan.

Wir sind froh in Mui Ne gewesen zu sein. Wir waren insgesamt wirklich begeistert von dem Dörfchen. Allerdings, da wir keine Kitesurfer sind, würden wir beim nächsten Mal den Besuch am Strand auslassen, da er einfach zu verbaut, schmal und dreckig ist. Außerdem muss man aufpassen, ob man wirklich Strand unter den Füßen hat oder man sich auf einem mit Beton aufgeschütteten Bereich befindet.


Mui Ne ist ein kleines Fischerdorf, das sich aber aufgrund seiner natürlichen Schönheit zu einer wichtigen Destination der Region entwickelt hat. Wir durften hier wertvolle Erinnerungen sammeln. Die Landschaft im Sonnenaufgang zu erleben ist einfach wundervoll. Schade ist, dass Mui Ne so verdreckt ist.


Haben wir tolle Erlebnisse in Mui Ne verpasst? Warst du schon mal in Mui Ne und hast ähnliche Erfahrungen gemacht wie wir? Erzähl uns doch gerne deine Geschichte. Vielleicht steht Mui Ne sogar noch auf deiner Reiseliste, dann hoffen wir, dir mit diesem Beitrag etwas Inspiration und Tipps mit auf den Weg geben zu können.


Mui Ne war nicht unsere letzte Station in Vietnam. Wenn du wissen möchtest wohin es uns als nächstes „getrieben hat“, schau doch gerne wieder in unserem nächsten Beitrag vorbei.


Wir freuen uns auf dich!



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Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

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