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Verkauf von all unserem Hab und Gut - Wir berichten über unsere Erfahrungen:


Als wir die Entscheidung gefällt haben, unseren Traum in die Tat umzusetzen, stand natürlich auch die Frage im Raum, was wir mit unserer Wohnung und vor allem den Sachen in der Wohnung machen. Dazu müssen wir sagen, dass die gesamte Einrichtung zu dem Zeitpunkt nur knapp ein Jahr alt war und von uns neu gekauft wurde.




Es hätte bestimmt die Möglichkeit gegeben, unsere Wohnung für die Zeit, wo wir auf Reisen sind, unterzuvermieten. Das hätte uns vermutlich großen Zeitaufwand erspart und hätte lediglich mit der Vermieterin abgeklärt werden müssen. Ein großer Vorteil bei dieser Option wäre gewesen, dass alles so hätte bleiben können, wie es war, d.h. wir hätten unsere Wohnung für denselben Mietpreis, den wir bezahlt haben voll möbliert weitervermietet und hätten nach der Reise wieder so weiterleben können, wie zuvor. Das große Aber an der Möglichkeit war aber, dass wir nicht wussten, wann unsere Reise vorbei sein wird und wir wollten flexibel sein, was die Rückkehr betrifft. Hätten wir unsere Jobs nicht gekündigt und stattdessen zum Beispiel ein halbes Jahr Sonderurlaub genommen hätten wir die Option wahrscheinlich in Betracht gezogen, aber so hat unsere Reise ein Open End!



Für uns stand also fest, wir wollen die Wohnung aufgeben und wenn wir irgendwann zurück kommen neu anfangen. Jetzt stellte sich aber die Frage, was wir mit unserem kompletten Inventar machen. Einlagern? Einlagern ist durchaus eine Option. Man mietet sich beispielsweise eine Lagerhalle oder einen Raum und muss sich somit von nichts trennen. Allerdings kostet eine Lagerhallte natürlich monatlich Miete.


Wir haben uns also dazu entschieden, unseren Besitz radikal zu reduzieren. Wir wollen monatliche Ausgaben, die weiterhin vom deutschen Konto abgehen so gering wie möglich halten, deshalb kam das Anmieten einer Lagerhalle für uns nicht in Frage. Vor allem weil wir nicht wissen wie lange wir tatsächlich unterwegs sein werden. Da können schnell etliche Monatsmieten zusammen kommen, die am Ende vielleicht sogar höher sind, wie das ganze Inventar wert ist.


Unser Ziel war es also, so viel zu verkaufen, dass sich beim Auszug das Inventar auf einen Minimalismus an Dingen beschränkt, die wir zur Not bei Verwandten über den Zeitraum unserer Reise einlagern können, ohne diese zu belasten, weil die Sachen zu viel Platz einnehmen.

In den nachfolgenden Abschnitten erzählen wir dir, wie wir unsere Sachen losgeworden sind. Nicht alles war einfach. Vor allem haben wir gemerkt, dass es für viele Dinge keine guten Verkaufsseiten gibt und man für seinen neuwertigen Besitz wenig, bis teilweise gar nichts mehr bekommt.



Bevor wir Dinge auf Verkaufsportalen hochladen bzw. einstellen konnten, mussten wir natürlich all unsere Dinge, sei es Möbel, Klamotten oder Küchenartikel fotografieren und uns eine Vorstellung bezüglich der Preise machen. Wir haben relativ früh angefangen unser Inventar im Internet anzubieten und haben deswegen die Preise etwas höher angesetzt, um im weiteren Verlauf noch runtergehen und so auf die Preisvorstellungen der Interessenten eingehen zu können. Wenn wir merkten, dass sich für den angesetzten Preis niemand meldete sind wir auch in der Anzeige einfach so noch mit dem Preis runter gegangen. Wir wollten also damit vermeiden, dass wir Dinge weitaus unterm Wert verkaufen müssen, weil sie wie gesagt teilweise nicht mal ein Jahr alt waren.




Hier noch ein paar allgemeine Verkauf Tipps von uns, bevor wir unsere Erfahrungen mit dir teilen:



1. Genaue Artikelbeschreibung:

Die Artikelbeschreibung sollte konkrete Details enthalten, sodass sich Interessenten ein genaues Bild vom angebotenen Artikel machen können.

2. Professionelle Artikelbeschreibung:

Wir haben oftmals Artikelbeschreibungen übernommen, von dort wo wir den Artikel ursprünglich gekauft hatten. Wichtig dabei ist natürlich, dass man auf den aktuellen Zustand eingeht und evtl. Mängel angibt.


3. Aussagekräftige Fotos:

Der Hintergrund sollte schlicht, am besten einfarbig sein. Die besten Bilder macht man bei Tageslicht, ohne Blitz. Mehrere Perspektiven verhelfen für ein besseres Gesamtbild.


4. Zeitpunkt der Online-Schaltung:

Bei Ebay Kleinanzeigen zum Beispiel stehen die neusten Anzeigen immer oben in der Suchleiste. Unter der Woche sind die meisten User arbeiten. Der beste Zeitpunkt, seine Sachen online zu stellen ist unter der Woche also abends oder an Wochenenden.




Wir haben uns jeweils einen Ebay-Kleinanzeigen Account angelegt. Das gute an Ebay-Kleinanzeigen ist, dass man keine Gebühren bezahlen muss und den Verkaufspreis selbst festlegt. Es gibt zudem die Möglichkeit den Preis auf Verhandlungsbasis anzugeben. Mit Kaufinteressenten, die einem eine Nachricht schreiben wird man sich mit der Zahlungsart einig und macht eine Versandart aus. Es gibt also keine festen Vorgaben. Die Umkreissuche erlaubt es sogar, dass sich viele Interessenten aus der Umgebung melden und so vor allem große Möbelstücke persönlich abgeholt werden.

Der Nachteil an Ebay-Kleinanzeigen ist definitiv, dass man nur 50 Anzeigen, innerhalb 30 Tage hochladen darf. Das bedeutet, nach 50 Anzeigen muss man entweder zahlen, um mehr hochzuladen oder man wartet die 30 Tage ab. Im Normalfall klingen 50 Anzeigen ausreichend, doch wenn man überlegt, was man alles in seiner Wohnung hat reicht das bei Weitem nicht aus. Wir haben uns deswegen noch drei weitere Accounts zugelegt, die auf andere E-Mail Adressen laufen. Wir mussten uns also öfter aus dem einen Account ausloggen und in einen anderen einloggen um eventuelle Anfragen beantworten zu können.

Wir haben zudem die unschöne Erfahrung gemacht, dass sich nach Größe, Höhe, Breite usw. eines Schrankes erkundet wurde, mehr Bilder gewünscht waren und wir uns die Arbeit machten all diese Fragen zu beantworten, wir dann preislich sogar noch entgegen gekommen sind und beispielsweise der Schrank zum Abholen reservierten, es sich dann aber nicht mehr gemeldet wurde und die Anzeige dann erneut geschaltet werden musste. Öfter wurden wir richtig unfreundlich angeschrieben und mussten uns auf Diskussionen einlassen. Das aber eigentlich schlimmste war, dass versucht wurde uns ein Betrug anhängen zu wollen. Entweder mit dem Versuch „Die Ware ist nicht angekommen“ oder „Die Ware ist beschädigt“. Man muss also sehr vorsichtig sein. Am besten ist es, wenn man in der Anzeige den Vermerk setzt, dass es sich um einen Privatverkauf handelt und an keine Haftung übernimmt. Natürlich aber sollte die Ware sich in dem angegebenen Zustand befinden!



Kleiner Tipp:


Anfragen, die deutlich unter der eigentlichen Preisvorstellung liegen solltest du am besten ignorieren. Wir haben anfangs den Fehler gemacht uns auf die Diskussionen einzulassen. Leider war das pure Zeitverschwendung und unnötige Aufregung.

Für Klamotten bietet sich eher die App #Kleiderkreisel an. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Ebay-Kleinanzeigen, allerdings beschränken sich hier die Angebote in der Regel auf Klamotten und Schmuck.



Durch verschiedene Facebook-Gruppen wie beispielsweise Fashion Flohmarkt, Verkaufe/Suche/Biete konnten wir gerade was Klamotten angeht viele Frauen und Mädels erreichen.


Wir erstellten eine kurze Verkaufsanzeige „Wir verkaufen neuwertige Klamotten in Größe S und M – bei Interesse meldet euch“. Auf diese Anzeige meldeten sich mehr Facebook-User als wir dachten. Das einzige Problem an der Sache war, dass meist nur Interesse an einer Größe bestand, sodass wir uns an einem Abend die Arbeit machten, alle Klamotten (mehr als 800 Teile) nach S und M zu sortieren und jedes einzelne Teil abfotografierten. Die Arbeit hat sich aber ausbezahlt!


Nie hätten wir es für möglich gehalten, dass sich die Klamotten auf weniger als 200 Teile minimieren würden. Natürlich haben wir nicht immer verkaufen können und haben auch hier schlechte Erfahrungen im Messanger gemacht, wie z.B.: Wir bekamen nach vielen Maßangaben und Tragebildern, damit man sich den Pullover beispielsweise getragen vorstellen kann, keine weitere Antwort mehr, mussten auf Bezahlung warten oder sich für kleinste Mängel an der Ware rechtfertigen. Zudem wurde des Öfteren sehr aufdringlich nach Unterwäsche gefragt, auch eine Erfahrung, die wir nicht gebraucht hätten.


Alles was über die Internetportale nicht wegging haben wir bei einem Hausflohmarkt angeboten.



Wenn du wirklich alles loswerden möchtest und schon gut Gewinn durch bereits getätigte Verkäufe gemacht hast, kannst du Dinge, die noch nicht weggegangen sind als Set verkaufen. Wir haben beispielsweise ein Deko-Set oder Küchen-Set online gestellt, welches preislich unschlagbar war. Wir haben den Leuten dann die Offenheit gegeben, das Set zum Beispiel für 10 Euro zu erwerben oder nur einzelne Dinge davon zu kaufen, die allerdings auf einen viel höheren Gesamtwert gekommen wären.


Auch die 1 bis 2 € Strategie brachte Erfolg. Ist zwar teilweise unvernünftig, wenn man weiß dass die Gegenstände auch mehrere Euro noch gebracht hätten, aber wenn man alles loshaben möchte, muss man auch zu solchen Methoden greifen.



Wir denken jeder kennt das:

Papier stapelt sich auf dem Schreibtisch und in sämtlichen Schränken.


Wir sind all unsere Ablagen und Akten durchgegangen und haben gründlich ausgemistet. Versicherungspolicen, die nicht mehr aktuell sind weggeworfen, Briefe und Unterlagen nach Kategorien sortiert und vieles Weiteres. Wir haben so viel weggeworfen, dass unser Papierkorb nicht ausreichend war. Am Ende haben wir einen großen Umzugskarton gehabt, den wir auf die Mülldeponie gefahren haben.


Wichtige Unterlagen wie Zeugnisse, Rentenversicherungsbriefe, Briefe der Sozialversicherung, bestehende Vertragsunterlagen usw. haben wir natürlich aufgehoben, abgeheftet und für die Reise zusätzlich eingescannt.


Dieses Vorgehen können wir nicht nur bevorstehenden Reisenden empfehlen, sondern auch für den Alltag. Es sammelt sich so viel unnötiges Zeug an, wo man anfangs dachte, das kann ich irgendwann nochmal gebrauchen, doch das ist Quatsch!



Das radikale Ausmisten und intensive Auseinandersetzen mit unserem Besitz hat uns folgende Vorteile geschaffen:


- Wir bekamen Geld, welches wir als Startkapital nutzen können

- Wir sind altes Gerümpel losgeworden

- Der Verkauf hat sich sehr befreiend angefühlt, als wäre Ballast von einem abgefallen

- Wir haben andere mit unseren Sachen glücklich machen können

- Wir haben kaum mehr was, das bei Familie oder Verwandten über unseren Reisezeitraum eingelagert werden muss

- Wir sind viele Sorgen losgeworden und müssen uns während unserer Reise nicht mit zurückgebliebenen Dingen von Zuhause beschäftigen



Natürlich bringt der Verkauf von unseren Sachen nicht nur Vorteile, sondern auch einen Nachteil mit sich. Allerdings ist dieser Nachteil für uns nicht wirklich relevant. Natürlich haben wir, wenn wir wieder zurück nach Deutschland kommen dann kaum mehr Sachen und müssen bei 0 anfangen, aber desto länger wir drüber nachgedacht haben, wurde uns klar, dass wir nach der Reise auch gar nicht mehr den gleichen „Schrott“ um uns rumhaben wollen. Schließlich kommen wir auf unserer Reise mit sehr wenig aus und das wird uns bestimmt verändern.




Die bewusste Auseinandersetzung mit unserem Hab und Gut hat Spaß gemacht, war aber auch sehr anstrengend. Finanziell haben sich die Mühen definitiv gelohnt. Allerdings haben uns die Verkaufsaktionen über 4 Monate begleitet, wir haben uns während der Arbeit, Freizeit und sogar zu Nachtzeiten damit beschäftigt und leider auch rumärgern müssen. Dennoch können wir die Aktion nur weiterempfehlen. Auch ohne bevorstehende Weltreise kann man diesen Schritt machen – es erleichtert einen bestimmt auch beim nächsten Umzug, wenn man nicht einfach wahllos ein- und wieder auspackt, sondern sich bewusst mit seinen Sachen auseinandersetzt und aussortiert.


Zum Schluss gibt es ein Bild, das am Tag des Auszugs in der fast leeren Wohnung entstanden ist:


Trotz dass wir so viel verloren, aufgegeben und sehr stressige Zeiten hinter uns haben, sind wir glücklich und schauen zuversichtlich und voller Vorfreude in die Zukunft!

Wir hoffen ihr hattet Spaß beim Lesen und könnt von unseren Tipps und Erfahrungen profitieren!


Bis zum nächsten Beitrag,

Marc & Sabrina

Hallo Ihr!

Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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