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Von Hoi An, über den Wolkenpass in die Kaiserstadt Hue - unsere letzten Tage in Vietnam:


Schön, dass du wieder in unserem neusten Beitrag reinschaust und mit uns gemeinsam weiterreist!


Heute erzählen wir dir wie unsere Reise von Hoi An weiterging und verraten am Ende des Beitrags und somit auch am Ende unserer Reise durch Vietnam, wieviel Geld wir für zwei Wochen Vietnam ausgegeben haben.


Im letzten Beitrag haben wir ja schon verraten, dass wir diesmal mit keinem Bus weitergefahren sind, da wir mit der letzten Fahrt keine guten Erfahrungen gemacht haben, außerdem sind wir immer offen für neue Erfahrungen. Deshalb haben wir uns dieses Mal dazu entschieden, selbst zu fahren! Und nein, nicht mit dem Auto, sondern mit dem Roller! Wie wir das mit dem Gepäck gemacht haben und wo wir genau hingefahren sind erfährst du gleich.




Am 16. Oktober 2018 sind wir nach dem Frühstück mit unserem gesamten Gepäck zu „MotorVina“ gefahren. Dir sagt der Begriff nichts? Wir kannten ihn bis vor kurzem auch nicht. Normalerweise schauen wir auch immer spontan nach einem Rollerverleih und vergleichen verschiedene Angebote. Meistens hat in der Vergangenheit die Ausleihgebühr für einen Roller pro Tag nicht über 5 Euro gekostet. Allerdings wisst ihr ja von unseren letzten Berichten, dass hier die Polizei ziemlich verrückt nach Ausländer ist.


Bei Motorvina haben wir mehr als sonst bezahlt, doch das aus gutem Grund: Motorvina verleiht Roller für Tagestouren – mit dem Vorteil, dass man den Roller nicht am Ausleihort zurückgeben muss, sondern ähnlich wie bei einem Autoverleih am Flughafen, auch bei einer anderen Geschäftsstellen im Land. Dieses Angebot haben wir genutzt. Unser Ziel war es nämlich nach Hue zu fahren und da wäre es Blödsinn hin und zurück zu fahren, wenn es die Möglichkeit gibt gleich dort bleiben zu können.


Allerdings ist das nicht der einzige Vorteil von Motorvina. Vor Ort wurden wir von den Mitarbeitern richtig gut beraten, bekamen eine Karte zur Orientierung mit und das Beste: Das Gepäck wurde von den freundlichen Mitarbeitern direkt nach Hue transportiert. Zugegeben waren wir etwas skeptisch, ob unsere Sachen auch wirklich ankommen werden, es hat aber alles wunderbar funktioniert!


Außerdem vermuten wir, dass Motorvina einen „Pakt“ mit der Polizei hat, da ein Mitarbeiter uns versicherte, dass noch nie ein Tourist, der mit einem Motorvina Fahrzeug unterwegs war, von der Polizei angehalten wurde und das zu 100 Prozent auch nicht vorkommen würde. Wahrscheinlich sind die Ausleihgebühren deswegen auch etwas teurer, trotzdem noch voll in Ordnung! Die Roller und Motorräder von Motorvina sind ganz auffällig mit "Motorvina" gekennzeichnet, sodas man im Verkehr schon von Weitem auffällt.


Wir hätten die Möglichkeit gehabt einen Roller, Motorrad oder eine Harley auszuleihen. Wir haben uns für die günstigste Variante - Roller entschieden und für einen kompletten Tag 17 Euro bezahlt, in dem Preis war alles inbegriffen, nur tanken mussten wir selbst.



Die Fahrt von Hoi An nach Hue war für uns ein geniales Erlebnis. Die Fahrt ging entlang der Marble-Mountains bei Da Nang, hinauf auf den Wolkenpass mit atemberaubenden Ausblicken bis nach Hue.


Die gesamte Tour ist relativ lang, deshalb empfehlen wir früh am Tag zu starten und am besten ist es, wenn man über eine Roller/Motorraderfahrung verfügt, da der vietnamesische Verkehr und die starken Kurven stellenweise sehr herausfordern sind. Wie ihr wisst sind wir immer auf der Suche nach neuen Abenteuern!


Die Fahrt über den Wolkenpass macht nur bei klarem, gutem Wetter Sinn, ansonsten verpasst man die tolle Aussicht. Seit 2005 gibt es außerdem einen Tunnel, der 7km durch den Berg führt. Allerdings ist der Tunnel für Rollerfahrer nicht erlaubt – zum Glück! Laut unserem Navi hätten wir nämlich durch den Tunnel fahren sollen und hätten das eigentliche Highlight, den Pass, verpasst!



Der Wolkenpass, auch Hai Van Pass, zwischen Da Nang und Hue ist 21 km lang und führt über die Ausläufer des Truong-Son-Gebirges. An der höchsten Stelle ist er 500 m hoch. Er hatte schon immer eine hohe Bedeutung, denn er bildet die Grenze zwischen dem Norden und dem Süden Vietnams. Außerdem ist er auch von meteorologischer Bedeutung, denn er gilt als Klimascheide von Vietnam. In den kühleren Wintermonaten ist es südlich des Wolkenpasses (ab Da Nang) meistens wärmer als im Norden! Wie der Name „Wolkenpass“ schon sagt, ist der Pass normalerweise häufig in dichte Wolken gehüllt. Sofern das Wetter mitspielt und der Weg nicht in dichten Nebel gehüllt ist, bieten sich herrliche Ausblicke über das Südchinesische Meer und den Dschungel von Vietnam – ein unvergessliches Ereignis!


Die ersten Kilometer von Hoi An raus auf den Highway waren chaotisch. Trotz des Chaos ist es dennoch recht ungefährlich, da nur wenige LKWs fahren und dir Rollerfahrer sich gegenseitig immer Platz machen. Auf dem Highway haben wir uns dann allerdings ganz rechts gehalten. Das Hupen der Autos und LKWs ist ganz schön auf unser Trommelfell geschlagen und teilweise sind wir sehr erschrocken. Die Strecke bis zum Pass hat sich stark in die Länge gezogen und so wirklich Spaß hatten wir nicht.

Dafür waren wir vom Pass umso mehr begeistert. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste in die Höhe. Schlängeln deswegen, da die Strecke wirklich sehr kurvenreich ist. Wir entdeckten während der Fahrt so viele tolle Aussichtspunkte und haben mehrfach angehalten um die Aussicht zu genießen. Landschaftlich einfach nur wunderbar. Viel zur eigentlichen Fahrt über den Wolkenpass gibt es nicht zu sagen, überzeuge dich lieber von den Bildern selbst:




Leider dauerte die eigentliche Fahrt über den Wolkenpass nicht länger als eine Stunde und unten angekommen wartete wieder der vielbefahrende Highway auf uns.


Als wir in Hue bei Motorvina angekommen sind, haben wir den Roller abgegeben, alles nötige unterschrieben und uns wurde gesagt, dass unser Gepäck in einer halben Stunde nach kommt und direkt ins Hotel gebracht wird. Hat auch alles super funktioniert.


In Hue, der ehemaligen Hauptstadt von Vietnam verbrachten wir unsere letzten Tage, bevor es weiter nach Kambodscha ging. Wusstest du eigentlich, dass „Hue“ übersetzt „Harmonie“ bedeutet?


Zu den Highlights von Hue zählen definitiv die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt und zahlreiche interessante Tempel. Wie immer haben wir alles auf eigene Faust erkundet. Natürlich gibt es aber auch hier geführte Touren mit einem Guide.



Die Zitadele ist UNESCO – Weltkulturerbe! Durch die Bombenangriffe der USA, die während des Vietnamkrieges stattgefunden haben, wurde leider ein Großteil der einst sehr prächtigen Anlage zerstört. Trotzdem können wir dir einen Besuch der Anlage sehr empfehlen.


Die Zitadelle war die frühere Residenz der Kaiser. Innerhalb der Zitadelle liegt die Kaiserstadt und darin der Kaiserpalast, besser bekantn als die Verbotene Stadt, die nur der kaiserlichen Familie vorbehalten war. Die gesamte Anlage ist eine Nachahmung der Verbotenen Stadt in Beijing.


Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Hauptachse, denn dort findet man den Hof für Kaiserliche Zeremonien, die Halle der Höchsten Harmonie und natürlich die Kaiserstadt selbst mit dem Wohnpalast.


Wir waren besonders von den farbenfrohen Toren beeindruckt, die im Sonnenlicht fast golden schimmerten. Nach dem Mitteltor schaut man auf den Eingang der Halle der Höchsten Harmonie und dazwischen liegt der Hof für die Kaiserlichen Zeremonien. Dahinter kommt eine Brücke, mit der man das Goldene Wasser überquert. Darunter befinden sich zwei künstlich angelegte Seen – wir haben uns Fischfutter gekauft und die Koie gefüttert.


In der Halle der Höchsten Harmonie erwartet einen eine restaurierte Audienzhalle. In der Mitte steht ein prächtiger, wundervoll geschnitzter vergoldeter Kaiserthron. Wirklich sehr beeindruckend! Er hat sehr auf uns gewirkt und wir sind in Gedanken verfallen, wie die Menschen sich früher gefühlt haben müssen, wenn sie bis hierher gekommen sind.


Die Zitadelle nimmt immer mehr die Schönheit von früher an. Allerdings geht das nicht von heut auf morgen, deshalb ist in der nächsten Zeit weiter mit ungesicherten Baustellen, rutschigen Wegen und Bauschutt zu rechnen. Es ist also Vorsicht geboten!


Die Zeit in der Zitadelle verging wie im Fluge. Wir sind froh, dass wir keinen Guide gebucht haben, da die Tafeln mit englischer Erklärung Aufklärung über die Geschichte geben. Allerdings haben wir keinen eigenen Lageplan am Ticket Counter bekommen, womit man bei einem Preis von 150.000 Dong pro Person schon rechnen könnte. Für 350.000 Dong kann man das Combi Ticket erwerben, mit dem man auch andere Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Mieu temple, die verbotene purpur-Stadt, die Thanh Toan Bridge oder diverse Museen frei hat. Ansonsten zahlt man dafür eben nochmal extra (meist 100.00 Dong) Wer nicht so gut Englisch kann ist allerdings wie verloren, da die Anlage wirklich sehr weitläufig und nicht auf Deutsch ausgeschildert ist.


Der Erklärungsfilm mit englischem Untertitel indem heutige Bilder, überlieferte Darstellungen und heutige Rekonstruktionen gezeigt wurde, hat uns geholfen, das Leben der der früheren Kaiserfamilie besser vorzustellen.



Der Turm ist schon von weitem zu erkennen und somit nicht zu übersehen. Ein guter Wegweiser also um die verbotene Stadt zu finden, wenn man beispielsweise wie wir, allein mit dem Roller unterwegs ist. Allerdings kann man sich den Besuch sparen, wenn man nicht vorhat auch den Königspalast anzuschauen, denn der Turm an sich ist sehr unspektakulär und zudem nicht betretbar.



Es gibt jede Menge Tempel in Hue. Wir haben uns im Vorfeld keine besonderen ausgesucht, sondern sind einfach drauf losgefahren und haben dort angehalten, wo es uns gefallen hat. Dieses Vorgehen können wir dir wirklich nur ans Herz legen. Es tat so gut nichts im Vorfeld zu planen und trotzdem viel erlebt zu haben – vor allem Orte kennenzulernen, die man nicht schon aus dem Internet kennt.



So, das war unser kleiner Einblick in die ehemalige Kaiserstadt. Leider war es auch schon die letzte Stadt, die wir von Vietnam gesehen haben. Wir sind uns allerdings einig, dass Vietnam uns irgendwann wiedersehen wird. Wann wissen wir nicht, aber es wird definitiv ein Wiedersehen geben und für uns somit eine neue Chance, weitere tolle Orte, die bisher leider wegen des Zeitmangels ausgeblieben sind, zu entdecken.


Zuletzt lüften wir noch die Frage über Fragen, nämlich wie viel Geld wir in den 14 Tagen Vietnam ausgegeben haben. Wir stellen jetzt keine große Liste auf, sondern hauen den Betrag einfach frei raus: 674,20 Euro inklusive Transfer, Unterkünften, Verpflegung, Sightseeing, Mietgebühren und weiteren anfallenden Kosten.



Wir sind so froh, dass wir uns für die Fahrt nach Hue nicht für die „sichere“ Variante mit dem Bus oder Zug entschieden haben, da wir so viele schöne Dinge verpasst hätten. Wir fanden, der Tag war einmalig schön und eine Erfahrung fürs Leben! Bei uns war der Himmel fast wolkenfrei, sodass wir am obersten Fleck nicht in den Wolken gelandet sind.


Seit 2005 der Hai Van Tunnel eröffnet wurde, ist die Fahrt über den Wolkenpass wohl deutlich ruhiger geworden und somit auch ungefährlicher. Überwiegend trifft man auf Touristen, die diesen historischen Ort besuchen. Die meisten Autos und LKWs entscheiden sich für den Weg durch den Tunnel, allein deswegen, weil die Fahrt durch den Tunnel eine ganze Stunde schneller ist, als über den Pass.


Vergewissert euch, wenn ihr über den Pass möchtet, ob das vom Veranstalter angeboten wird, falls ihr euch für den Bus entscheidet. Uns kam kein Bus entgegen! Es gibt auch Bustouren, die eine Fahrt über den Pass anbieten, doch richtig aufregend wird es natürlich erst bei einer Fahrt mit dem gemieteten Motorroller. Man kann auch einen Guide buchen, mit dem man entlang der Küste und den Pass fährt. Der Vorteil daran ist, dass man Stopps an zahlreichen Sehenswürdigkeiten macht.


Die Aussicht vom Wolkenpass auf das Land ließ uns den ganzen Stress vergessen.


Wir würden die abenteuerliche Reise sofort wieder machen und auch weiter empfehlen! Für uns war es die beste Entscheidung auf diese Art und Weise weiterzureisen.



Wir freuen uns, wenn ihr mit uns ins nächste asiatische Land fliegt!


Bis bald,


Marc & Sabrina



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Ihr fragt euch, wer hier eigentlich schreibt?

 

Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

> Hier erfahrt ihr die ganze Geschichte <

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