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Von Vietnam weiter nach Phnom Penh - Ein Land mit zwei Währungen - Visabeantragung:



Nach Vietnam ging es für uns mit dem Flugzeug nach Kambodscha. Das mag erstmal langweilig klingen, brachte allerdings mehr Erlebnisse mit sich, als wir erwartet haben. Wir dachten zwischendurch sogar, dass wir mit der Zeitmaschine zurück in den 2. Weltkrieg zurückversetzt wurden. Warum, das erfährst du heute in diesem Beitrag.


Außerdem berichten wir, welches Visum wir für Kambodscha beantragt haben und wieso wir die Überschrift "E Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen.

Wie wir bereits im letzten Beitrag erwähnt haben, haben wir es leider nicht mehr nach Hanoi geschafft und sind deshalb von Hue aus zurück nach Saigon geflogen, um von dort weiter nach Phnom Penh zu fliegen. Wieso wir nicht direkt von Hue geflogen sind ist ganz einfach: Von Hue aus gehen keine internationalen Flüge.


Gebucht haben wir unsere Flüge wie immer online und haben uns für das preisgünstigste Angebot, mit relativ kurzer Wartezeit entschieden. Die Fluggesellschaft mit der wir geflogen sind heißt „Vietnamairlines“. Wir haben uns die Airline so ähnlich vorgestellt wie „AirAsia“. Bist du schon mal mit einer der beiden Airlines geflogen? Wenn ja, berichte in den Kommentaren doch gerne von deinen Erfahrungen.


Wir haben vom Hotel aus in Hue ein normales Taxi genommen, da der Hotelbesitzer uns gesagt hat, dass es in Hue keine Grab Cars gibt. Allgemein haben wir Hue eher als Rollerstadt empfunden, von daher klang die Aussage ganz plausibel. Trotzdem wurden uns in der GrabApp verfügbare Fahrer angezeigt. Wir haben dem Hotelbesitzer aber natürlich geglaubt. Hast du vielleicht schon Erfahrungen mit Grab in Hue machen können? Wenn ja, schreib uns doch gerne in den Kommentaren, uns würde es sehr interessieren, ob das dort mit den Autos wirklich so ist.


Der Preis, der uns in der GrabApp angezeigt wurde für die Strecke vom Hotel bis zum Flughafen, unterschied sich nur um wenige Dong. Von daher haben wir nicht lange überlegt und das Angebot vom Hotel angenommen. Ein Roller mit unserem ganzen Gepäck wäre für uns nicht in Frage gekommen und außerdem hätten wir dann zwei Fahrer benötigt und wären am Ende wahrscheinlich teurer gekommen.


Die Fahrt zum Flughafen hat eine halbe Stunde durch den Stadtverkehr gedauert. Am Flughafen konnten wir gleich unser Gepäck abgeben und haben anschließend in der großen Halle gewartet, da wir davon ausgingen, dass es an den Gates selbst nicht mehr viel zu sehen und zu erleben gibt. Der Flughafen in Hue ist nämlich sehr klein.

Während unserer Wartezeit haben wir ein nettes Pärchen kennengelernt, das auf einen Kumpel wartete, der von Deutschland nach Kambodscha geflogen ist, um seine Freundin, die er fast gar nicht kennt, zu heiraten. Eine witzige Geschichte - Wir drücken auf jeden Fall die Daumen für die Zukunft und hoffen, dass sie eine wunderschöne Hochzeit verbracht haben.



Als wir dann durch die Sicherheitskontrollen ging und unser Handgepäck gescannt wurde waren wir überrascht, dass uns unsere Getränke nicht abgenommen wurden. Bisher haben wir das noch an keinem anderen Flughafen erlebt. Wir fanden das natürlich sehr gut, da es schade gewesen wäre, wenn wir unsere ganzen Vorräte hätten entsorgen müssen.


Zum Flugzeug mussten wir dann natürlich erst mit dem Bus fahren, das haben wir aber auch nicht anders erwartet. Als wir dann vorm Flugzeug standen staunten wir nicht schlecht. Die Maschine sah richtig neu aus und es war ein Airbus A321, womit wir bei dem Preis nicht mit gerechnet hätten.


Allerdings war uns zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt, was uns beim nächsten Flug erwartet. Dazu kommen wir gleich. Zuerst müssen wir kurz ein Lob an die Vietnamesische Airline aussprechen, da man im Flieger so viel Beinfreiheit hat und zudem kostenlose Getränke bekommt. Heutzutage ist das leider bei ganz vielen Fluggesellschaften keine Selbstverständlichkeit mehr.



Der Flug dauerte nur knapp eine Stunde, wären wir mit dem Bus gefahren wären wir mit Sicherheit fast einen ganzen Tag unterwegs gewesen.


In Saigon hatten wir dann eine Wartezeit von 4 Stunden. Der Nachteil an dem Flug und der Verbindung war, dass wir unser Gepäck selbst vom Band holen - und erneut einchecken mussten. Das haben wir bisher noch nie, sonst ging das Gepäck immer automatisch bis ans Endziel.


Wir mussten also von der Ankunftshalle der Inlandsflüge mit unserem Gepäck zum anderen Gebäude laufen, indem die Internationalen Flüge abfliegen. Für die Strecke nahmen wir uns einen Wagen, womit der doch recht lange Weg kein Problem war.


Angekommen, wurde uns erklärt, dass wir nicht mit der Vietnamesischen Airline, mit der wir geflogen sind, weiterfliegen, sondern es mit der Tochtergesellschaft „Cambodia Angkor Air“ weitergeht.


Die Gepäckabgabe klappte ohne Probleme. Am Gate wunderten wir uns dann aber, wieso nur so wenig andere Fluggäste mit uns warteten. Als es dann mit dem Bus zum Flugzeug ging hatten wir die Antwort: Der Flug war nicht unterbucht, sondern das Flugzeug verfügte einfach nicht über mehr Platz.


Bei dem Flugzeug handelte es sich nämlich um eine sehr alte Propellermaschine (ATR 72-500). Wir sind zuvor noch nie mit solch einer Maschine geflogen und haben sie bisher auch nur ganz selten an einem Flughafen stehen sehen.


Wenn du viel an Handgepäck dabei hast, wird es eng. Die Ablagefächer bieten nicht gerade viel Platz, da sie nicht so groß sind wie in einem normalen Flieger.



Während dem Flug haben wir uns zwischenzeitlich wie bei Indiana Jones gefühlt. Es war eiin wirkliches Abenteuer, vor allem aber war es extrem laut! Zwischendurch mussten wir an das Wasserflugzeug von den Malediven zurück denken. Allerdings war uns dieses um einiges lieber und es machte im Vergleich zu dieser Propellermaschine einen deutlich besseren Eindruck. Ohrenstöpsel wären hier mit Sicherheit hilfreich gewesen. Wir haben uns aber zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt, auch wenn wir schon viel schlechtes von solchen Maschinen gelesen haben. Gut gefallen hat uns, dass wir in dem Flugzeug das Gefühl des Fliegens richtig spüren konnten.

Für Kambodscha haben wir im Vorfeld kein Visum beantragt, sodass wir im Flughafen den Schildern „Visa on Arrival“ folgen mussten. Damit waren wir nicht die einzigen und es bildete sich eine längere Schlange vor dem Schalter.


Eine Putzfrau teilte uns mit, dass die Zettel, die wir bereits im Flieger ausfüllten für das Visa on Arrival nicht ausreichen und wir ein weiteres Formular ausfüllen müssen. Auf unserer Seite unter „Visa Beantragung“ haben wir eine PDF erstellt, worin wir das alles genauer erklärt haben.


Nachdem wir alle Formulare zusammen hatten stellten wir uns in der Schlange an, gaben unsere Reisepässe samt Formulare und Passbilder ab und gingen weiter an die Kasse. Hier erfuhren wir dann, dass wir die 30 Dollar pro Visum in bar zahlen müssen. Natürlich hatten wir kein Bargeld dabei, sodass wir an einem ATM, der sich auch direkt dort in der Ecke befindet, erst einmal Geld abheben mussten.


Wir probierten alle drei Automaten aus, nicht weil sie defekt waren, sondern weil uns eine Gebühr von 5 $ am ersten Automaten deutlich zu hoch vorkam, allerdings verlangte das jeder Automat. Es lohnt sich also gleich etwas mehr Geld abzuheben, vor allem weil in ganz Kambodscha meist mit Dollar bezahlt wird.


Nachdem wir dann endlich bezahlen konnten und unseren Pass mit dem darin festgetackerten Visum zurückbekomme haben, ging es weiter an die Passkontrolle, bzw. Grenzkontrolle. Hier mussten wir wieder einzeln vortreten. Es wurde nicht nur das Visum kontrolliert, ein Foto von uns gemacht und der Reisepass gestempelt, sondern es wurden zusätzlich Fingerabdrücke von beiden Händen genommen. Nach der Fingerabdruck -Abnahme waren wir dann endlich fertig.


Am Flughafen- Ausgang besorgten wir uns direkt eine Handykarte, damit wir von überall aus Internet haben, um zum Beispiel ein Taxi oder eine Unterkunft zu buchen. Hier zeigte sich auch gleich, dass wirklich alle Preise mit US-Dollar ausgeschrieben sind.





Kambodscha ist also ein Land mit zwei unterschiedlichen Währungen. Mit Riel werden nur kleine Beträge gezahlt und mit US-Dollar die größeren Betrage. Allerdings ist es wirklich so, dass die meisten Waren in Dollar ausgepresst sind, sogar in Supermärkten oder Restaurants. Bei ungeraden Betragen kommt dann aber der Riel zum Einsatz, genauso beim Wechselgeld, wenn es unter einem Dollar liegt. US-Dollar Münzen werden in Kambodscha nicht akzeptiert, Cent erst recht nicht!


Ein US-Dollar ist übrigens umgerechnet 40.000 Riel (KHR). An Geldeautomaten erhält man außerdem auch nur Dollar. Kambodschanische Riel werden keine ausgegeben und auch die Gebühr wird mit zusätzlichen Dollar berechnet.


Wichtig: Die Erfahrung haben wir zwar erst auf einer der Inseln in Kambodscha gemacht, gilt aber in ganz Kambodscha: Stark zerknitterte, beschriftete (auch wenn nur mit einem ganz kleinen Strich) und abgenutzte US-Dollar Noten werden nicht angenommen. Wir haben zum Beispiel einen 20 Dollarschein gehabt, welchen wir aus einem ATM in Kambodscha bekommen haben, mit dem konnten wir in einem Restaurant nicht bezahlen, weil er einen kleinen Strich unter der 20 auf der rechten Seite hatte. Anscheinend kann solch ein Schein nicht mehr eingezahlt werden und somit können die Einheimischen, oder Angestellten nichts mit solch einem Schein anfangen.


Achte deshalb unbedingt darauf, welche Scheine du als Wechselgeld bekommst und wende dich an die Bank, wenn dir solch ein Schein am ATM ausgegeben wird. Am besten ist es, du weist diese Scheine zurück, bevor du beim Bezahlen Probleme bekommst. wir hatten Glück, dass wir den einen Schein in eine, Supermarkt losbekommen haben, da er dort nicht genau angeschaut wurde. Doch dieses Glück hat man nicht immer und dann muss man den Dollar Schein am Ende des Urlaubs wieder gegen einen schlechten Kurs am Flughafen umtauschen..

Auch hier in Kambodscha wurden die SIM Karten als Unlimited angeboten. Wir waren etwas skeptisch, da wir in Vietnam damit ja über den Tisch gezogen wurden. Trotzdem entschieden wir uns wieder für nur eine Unlimited Karte, die wir uns über Hotspot teilten. Ob es sich diesmal wirklich um unbegrenztes Internet handelt werden wir im Laufe der kommenden Beiträge beantworten.


Nachdem wir die SIM Karte aktiviert bekommen haben, haben wir sofort ein Grab Car bestellt, da wir total kaputt waren und einfach nur noch in unser Hotel wollten. Es war mittlerweile auch schon dunkel und hat das Regnen angefangen. Unser gebuchter Fahrer war ganz nett, hat uns aber gefragt, ob wir damit einverstanden wären, ihn in der App „ zu stornieren“, damit die Fahrt nicht über das System abgerechnet wird. Anscheinend müssen die Fahrer hier nämlich 40 Prozent Steuern abgeben. Ob das so ist, wissen wir nicht, preislich hat es aber keinen Unterschied für uns gemacht. Wir sind gut angekommen und der Fahrer war sehr geduldig und hilfsbereit.


In Phnom Penh haben wir zwei Übernachtungen im Mekong View Tower - Hotel gebucht. Mit dem Hotel waren wir sehr zufrieden. Pro Nacht haben wir umgerechnet 10 Euro bezahlt - völlig in Ordnung, allerdings teurer als in Vietnam. Das Hotel verfügt über insgesamt 17 Stockwerke. Oben, im 17. Stock war das Restaurant, mit einer großen Dachterrasse. Die Aussicht von dort oben war einfach fantastisch, sodass wir beim Essen immer ein ganz besonderes Ambiente hatten.


In Phnom Penh lernten wir ein weiteres Pärchen kennen, das ebenfalls auf Weltreise ist. Es ist einfach immer wieder schön sich mit anderen austauschen zu können und von gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren.


Die Zeit in Phnom Penh nutzten wir um unsere weitere Reiseroute zu planen. Für uns stand auf jeden Fall fest: Wir wollen wieder an den Strand!


Wohin genau es für uns ging erfährst du im nächsten Beitrag. Wenn du Lust auch noch mehr Meerweh und Fernweh hast, freuen wir uns sehr, wenn du uns weiter begleitest und wir so unser nächstes Abenteuer, Infos und schönsten Erfahrungen mit dir teilen können.


Gemeinsam zu reisen macht einfach mehr Spaß!




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Wir sind 's: Marc & Sabrina, die Gründer von GEPACKT-GETAN.

Im September 2018 haben wir unseren Mut zusammengepackt, unsere Jobs gekündigt, die Backpacks gepackt und die Welt zu unserem neuen Zuhause gemacht. 

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